Welche Argumente sprechen für und gegen Edelmetalle?

Im Zuge der 10 Euro Challenge zeigte Dir Finanu bereits, wie Du ab 10 Euro in Gold, Silber und Platin – kurzum in Edelmetalle investieren kannst.

Aber Hand aufs Herz: Welche Gründe sprechen für und welche gegen Edelmetalle?

Argumente für Investitionen in Edelmetalle:

  • Krisensicher
    • Während Devisen, also bekannte Währungen, wie Dollar, Euro, Pfund, etc. in Krisen in ihrer Form als Banknoten beispielsweise durch die Inflation spürbar an Kaufkraft verlieren, werden Edelmetalle aller Wahrscheinlichkeit nach ihren vorherigen Wert behalten und halten können. Eventuell sogar im Wert zulegen.
  • Risikostreueung
    • Durch Investitionen in Edelmetalle verringerst Du aktiv die Risikokonzentration vorheriger Investitionen. Du nimmst eine neue Kapitalklasse in dein Portfolio mit auf.
  • Renditemöglichkeiten
    • Es gibt bekanntlich keine Gold oder Silber AG welche Dir jährlich auf deine Investition in Edelmetalle eine Dividende auszahlen, dennoch hast Du die Möglichkeit von Kurssteigerungen zu profitieren. Nicht nur in Krisenjahren, schließlich sind viele Edelmetalle heute vielfach verwendete Industriemetalle geworden.
  • Anonymität
    • Gold und weitere Edelmetalle sind gut geeignet um anonym Geld anzulegen. Soweit Du nicht mit einer Bankkarte bezahlst, sondern bar, so ist keine Nachprüfbarkeit gegeben.
  • Flexibilität
    • Edelmetalle sind normalerweise immer handelbar und solltest Du morgen dein investiertes Kapital abrufen wollen, so wird dies möglich sein.

 

Und nun die Nachteile:

  • Kursentwicklung/Kursverluste
    • Zwar gab es in den vergangenen 20 Jahren einige Krisen, dennoch entwickelten sich die Edelmetalle nicht derart gegen fallende Kurse, sondern zeitweise mit ihnen. Dies lag zum einen an der gesunkenen Nachfrage, schließlich wurden es verstärkt Industriemetalle, zum anderen lag es an Kursspekulationen. Diese fanden in der Vergangenheit statt. Ob diese zukünftig wirklich ausbleiben und der Kurs stabilisierter verläuft ist ungewiss. Gleiches gilt bezogen auf die Nachfrage. Inwieweit ein Nachfrageeinbruch den Kurs abknicken lässt ist nicht bekannt. Hier können Kursverluste entstehen und Du könntest Geld verlieren.
  • Eingeschränkte Dividende
    • Du bist zu 100 % auf die positivie Kursentwicklung angewiesen. Während traditionelle Aktiengesellschaften Didivdenen auszahlen, welche Verluste teilweise kompensieren können, kommst Du bei Edelmetalle in diesen Genuss nicht.
  • Gebühren
    • Je nachdem ob Edelmetalle tatsächlich als Sachwert oder nur virtuell gekauft werden, können Gebühren und Abschläge deine Rendite deutlich mindern. Nur langfristig wird sich die Investition lohnen. Kurzfristige Spekulationen auf steigende Kurse sind gefährlich.
      • Einhergehend:
        • Fälschungen
          • Wenn Du tatsächlich reales Gold kaufen möchtest, so achte auf einen seriösen Händler. Kaufe lieber vor Ort als im Internet dein Gold.
        • Lagerkosten & Sicherheit
          • Je nachdem in welchem Umfang Du Gold oder andere Edelmetalle kaufst, solltest Du dir Gedanken über die sachgerechte Lagerung machen.

Wie Du deinen Platz an der Börse findest

Die Börse lässt sich gut mit einem Auto vergleichen.

An deinem Auto wird es hin und wieder notwendig sein, kleine Reparaturen vorzunehmen oder gegen den Verschleiß vorzugehen. Kleinere Aufgaben, wie beispielsweise der Austausch einer Glühbirne oder des Scheibenwischblattes wirst Du hinbekommen. Bei größeren Reparaturen sollte das Auto lieber in die Werkstatt, wo der Meister Dir die schwierige Arbeit abnimmt.

Was hat das mit den Börsen zu tun? Nunja: An der Börse gibt es Finanzprodukte, die für Dich perfekt sind. Für andere wiederum solltest Du dich sehr gut auskennen, Prozesse und Eigenheiten wissen.
Und: beim Auto kannst Du oftmals bestimmen, wer fährt. Willst Du wirklich nur danebensitzen und zuschauen oder doch lieber selber an das Steuer?

Dieser Artikel zeigt die für Dich passenden Möglichkeiten an der Börse auf.

  1. Anfänger
    Du bist neu auf dem Börsenparkett. Du bist noch verwundert, weshalb es so tierisch mit Bullen und Bären hier zugeht.

    • Robo Advisor
      • Robo Advisor sind online Vermögensverwalter, welche automatisiert dein Geld anhand der von Dir gegebenen Antworten und Entscheidungen anlegen. Du profitierst als Neuling von niedrigen Kosten, und hoher Diversifikation sowie einem minimal
    •  ETF
      • Diese Sonderform der nicht aktiv verwalteten Fonds eignet sich gut für Anfänger und Einsteiger. Du musst nach dem Kauf keine Anlageentscheidungen vollziehen, ebensowenig gibt es Fehler von Fondsmanager, da es bei ETF keine aktiven Manager gibt.
        ETF bilden einen Index ab, beispielsweise für Deutschland den DAX.
    • Fonds
      • Du bist bei den ETF nicht fündig geworden? Kein Problem! Dann sind wahrscheinlich eher Fonds etwas für Dich. Fonds werden aktiv verwaltet und investieren zum Beispiel in eine bestimmte Branche. Beispielsweise Technologie oder Umwelt.
        Du musst nach dem Kauf keine weiteren Anlageentscheidungen treffen. Diese übernimmt der Fondsmanager für Dich!
        Du kannst Dich zurücklehnen und dein Geld für Dich arbeiten lassen.
        Ebenso würde Finanu Dir aber empfehlen, regelmäßig die Börse zu verfolgen. Im Sinne eines lebenlangen Lernens wäre ein dazulernen der Abläufe der Börse und somit ein Aufstieg in den „Fortgeschritten“-Modus passend.
  2. Fortgeschritten
    Du konntest unter Umständen bereits eine erste Finanzkrise in deinem Depot erleben und weißt, das Rendite und Risiko Hand in Hand gehen. Daneben gehörst Du fast schon zu den alten Hasen.

    • Aktien
      • Du studierst regelmäßig die Aktienkurse der Aktiengesellschaften. Ebenfalls sind Dir die Chancen und Risiken der jeweiligen AG bewusst.
    • Edelmetalle
      • wie Aktien, jedoch mit der Sicherheit, dass es keine Insolvenzen geben kann – bist Du als Fortgeschrittener Börsianer in der Lage, auch in Edelmetalle zu investieren. Entweder rein zur Absicherung oder als Investition.
    • Anleihen
      • wie bei Aktien blätterst Du fast täglich durch den Wirtschaftsteil der Zeitung. Den Herausgeber der Anleihe kennst Du und Dir sind auch hier die Chancen und Risiken der Unternehmung bewusst.
    • Zertifikate
      • Als fortgeschrittener Investor kennst Du womöglich die verschiedenen Zertifikatsarten. Solltest Du die verschiedenen Formen der Zertifikate nicht kennen, solltest Du dich hierzu informieren. Denn für jeden Basiswert gibt es zur jeweiligen Marktphase ein passenderes oder zeitweise ein unpassenderes Zertifikat – Je nachdem, ob der Basiswert eher einem Abwärtstrend, Seitwärtstrend oder Aufwärtstrend folgt (Siehe: Cap, Bonus, Discount..)
  3. Profis
    Du bist der Lionel Messi oder.. Nein, warte. Du bist der Christiano Ronaldo der Börse. Du knockst Anfänger und Fortgeschritten mit dem kleinen Finger aus. Apropos Knock-Out.. hier hätte ich schon etwas für Dich..

    • Erst einmal wirst Du wahrscheinlich einen Mix aus den bisherigen Finanzprodukten gewählt haben. Schließlich passen in die Profikategorie ETF wie auch Aktien hinein.
      Spezieller nun für Profis:
    • Knock-Out-Produkte.
      • bekannter als Knock-Out sind Schreibweisen wie ko oder k.o. und nichts anderes geschieht bei diesen Produkten, wenn diese eine Barriere antasten oder durchbrechen. Diese Unterkategorie der Optionsscheine verfallen dadurch und sind wertlos. Aber nicht nur hierdurch, sondern auch aufgrund der Möglichkeit auf fallende Kurse zu spekulieren, sollten Anfänger hier die Finger weglassen. Seitwärtstrends wie bei klassischen Optionsscheinen sind selten möglich.
    • Alternativ zu Knock-Out-Produkten gibt es die Optionsscheine.
      • Ebenfalls wie die oben genannten Produkte sind es Hebelprodukte. Das heißt, Du handelst mit einem Hebel. So investierst Du nur einen Bruchteil, während Du dir sozusagen durch den „Hebel“ Geld leihst.
        Beispiel: Du investierst 5 Euro und nutzt einen Hebel von 1 zu 20. Dadurch werden aus den 5 Euro eine investierte Summe von 100 Euro. Warum? So profitierst Du schneller von Kursentwicklungen. Gleichzeitig kannst Du aber auch deutlich mehr Geld verlieren, wenn sich der Kurs gegenläufig entwickelt.

        • Auch hier kannst Du auf fallende Kurse setzen oder diesmal auch auf den eines Seitwärtstrends.
        • Beachte: Als Anfänger und oftmals auch als fortgeschrittener Börsianer nicht nutzen.