Robo Advisor – Vorteile und Nachteile:

Robo Advisor sind im Dschungel der Finanzprodukte nahe an einer Perfektion angelangt. Aber Robo Advisor sind nicht frei von Risiken. Und nicht von Nachteilen. Welche Vorteile und Nachteile haben Robo Advisor?

Die Vorteile:

  • Zeit ist Geld
    Du sparst mit einem Robo-Advisor spürlich Zeit. Und deine Zeit ist kostbar. Statt Anlageprodukte zu studieren hast Du mehr Zeit für Hobby und Familie.
  • geringe Verwaltungskosten
    Statt wie bei traditionellen Fonds oder anderen Finanzprodukten hohe Gebühren zu bezahlen, profitierst Du bei einem Robo Advisor von geringen Kosten.
  • breite Streuung
    Je nach Robo Advisor wird deine Investition breit über mehrere Anlageklassen oder innerhalb einer Anlageklasse je nach deiner Risikoklasse gestreut.
  • Transparenz bei der Anlagestrategie
    Viele Robo Advisor zeigen Dir offen, in welche ETF, Fonds, Rohstoffe und Anleihen sie dein Geld investieren. Diese Transparenz hilft Dir bei der Nachvollziehbarkeit.
  • Anlage mit kleinen Summen (ab 1 Euro)
    Du kannst mit enorm niedrigen Summen starten. Nämlich bereits ab 1 Euro!
  • Rationalität vor Emotionalität
    Statt von Emotionalität verleitet, entscheidet der Robo Advisor rational. Der Algorithmus wird nicht aus einer „Laune“ heraus bestimmte Aktien kaufen, nur aufgrund von Symphatie oder Antiphatie.
  • Sondervermögen
    Deine Investitionen gelten bei vielen deutschen wie europäischen Robo Advisorn als Sondervermögen. Konkret: geht der Robo Advisor pleite (insolvent), so sind deine Investitionen sicher.

 

Und natürlich: die Nachteile:

  • Anlagestrategie unpersönlich
    Jeder ist ein Individuum. Und hier schneidet der Robo Advisor unseren individualistischen Anlageträumen den Faden ab.
    Viele Robo Advisor bieten nur eine handvoll Anlagestrategien an. Wenn du noch individuellere Anlageentscheidungen vornehmen wolltest, musst Du dies vor der Wahl des Robo Advisors aktiv in einer – teils langwierigen – Suche abklopfen, ob es Möglichkeiten der Einflussnahme gibt. Ansonsten heißt es anpassen.
    Andererseits: Gerade diese Unpersönlichkeit kann der Rationalität deiner Anlage zuspielen.
  • beschränkte Auswahl
    Wie bei der unpersönlichen Strategie kann die Auswahl an ETF, Fonds, Aktien und vielen weiteren börsengehandelten Werten eingeschränkt sein.
  • Junge Branche ohne „Crash“-Erfahrung
    Da viele Robo Advisor erst nach dem letzten „Crash“, also der Wirtschaftskrise 2008 das Licht der Welt erblickten: es lässt sich nur bedingt vorhersehen, inwieweit Algorithmen rational in der Krise weitere Anlageentscheidungen vornehmen. Der Branche fehlt einerseits die Erfahrung, andererseits bestehen viele Fonds bereits Jahrzehnte. Deren Kursverläufe sowie die Kurse von vielen Rohstoffen sind ablesbar und können bereits in den Algorithmen stecken.. was uns zu einem weiteren Nachteil führt:
  • Intransparenter Algorithmus
    Es wird vielen Anlegern verwehrt bleiben, einzusehen, wie der Investitionsalgorithmus in einer Krise konkret handeln wird. Werden vermehrt Anteile verkauft und in Rohstoffe umgeschichtet? Von einem Abverkauf und den drohenden Verlusten könnte eine Gefahr für deine Rendite ausgehen. Könnte.
  • Roboter statt menschliche Anlageberater
    Du hast nicht wie in einer Bank einen Anlageberater sondern wirst aufgrund von Fragen in eine Risikoklasse eingestuft. Es findet keine persönliche Anlageberatung statt.

Welche Megatrends gibt es? Eine Auswahl:

Trends und Hypes kennt jeder! Oftmals sind Trends nur von kurzer Dauer und werden durch den nächsten Hype und Trend abgelöst.

Aber was sind Megatrends? Worin liegt der Unterschied und wie sehen aktuelle Megatrends, beispielhaft, aus?

Megatrends unterscheiden sich zu den üblichen Trends dahingehend, dass Megatrends für deutlich größere Entwicklungen stehen. Diese großen Entwicklungen haben Anspruch unser menschliches wie allgemeines Leben mit und in der Umwelt zu beeinflussen.
Bisherige (andauernde) Megatrends?

  • Transport
    Die Demokratisierung der Mobilität, anfänglich durch die Eisenbahn, später durch das Automobil. Die Individuelle Mobilität, über die Dorfgrenze, Stadt- und Landgrenze hinweg, selbst durch die moderne Luftfahrt stellen größere Distanzen über Meere hinweg keine Herausforderung mehr dar.
    Von diesem Megatrend profitierten bisher stark die Automobilkonzerne. Aber auch weitere Transportanbieter, ob von Flugzeugen und Eisenbahnen.
  • Massenproduktion
    Durch die Produktion von Waren in Massen wurden die Produkte preiswerte und konnten gleichzeitig bei konstanter Qualität produziert werden. Die Einsparungen ermöglichten preiswerte Produkte wie Lebensmittel.
    Daneben ermöglichte die Massenproduktion eine Erhöhung des Lebensstandards. Ob von der Waschmaschine, dem Fernseher, Kühlschrank bis zum Ikea-Regal.
    Bei deisem Trend waren die Profiteure in mehreren Branchen zu finden. Ob von Elektrogeräten, über Automobile hin zu Lebensmitteln.
  • Internet und Computer
    Der mit größte Megatrend des 21. Jahrhunderts:
    Das Internet. Und der Computer. Damit verbunden beispielsweise die elektronische Datenverarbeitung. Keine Dokumentation auf Papier und dicken Ordnern in Archiven sondern smart in der Cloud.
    Die IT-Branche profitiert von diesem Trend stark. Aber auch weitere Branchen wie der Handel kann durch die Vernetzung ihre Scheiben vom Kuchen abschneiden.

 

Aktuelle Megatrends sind beispielsweise:

  • Digitalisierung,
    Mehr als nur Smartphones:
    Die Digitalisierung und einhergehend digitale Technologien sind für die Wirtschaft ein Zukunftspferd.
    Neben Smartphones sind mögliche Branchen beispielsweise die Informationstechnik hinsichtlich Cyber Security und die Finanzindustrie. Bargeld war gestern, hin zu elektronischer Zahlungsverarbeitung und vielem mehr..
  • Automation,
    Heute wie in Zukunft werden Unternehmen weitere Prozesse automatisieren können und den Menschen durch Arbeitserleichterungen zur Hand gehen. Anlagen und Systeme werden zukünftig deutlich produktiver arbeiten – zum Wohle der Ökonomie wie auch Ökologie.
  • Robotik,
    Wie bei der Automation ist für die Industrie wie den Handel und auch für viele Dienstleistungen der Einsatz von Robotern denkbar. Beispielsweise um schwere Teile auf Baustellen zu transportieren oder um in der Pflege Menschen aus oder in das Bett zu heben.
    Ebenfalls lassen sich personalisierte Roboter vorstellen, welche im Haushalt helfen oder beim Lernen neuer Kompetenzen als Lehrer helfen.
  • Gesundheit,
    Nicht mit dem nachfolgenden Trend der Alterung zu verwechseln:
    Megatrend Gesundheit:
    Die Zahl der Menschen stieg in den letzten Jahrzehnten stark an. Die regelmäßigen Verbesserungen der Lebensumstände und der Lebensqualität ermöglichte eine Verlängerung der gesunden Zeiten für die Menschen.
    Weitere medizinische Innovationen sind zu erwarten und ermöglichen dem Gesundheitssektor neue Einnahmen. Davon profitieren beispielsweise Pharmaunternehmen. Ob direkt durch Medikamente, die Pflege, Krankenhaus und Patientenbetreueung oder neuen Diagnoseverfahren.
  • Alterung der Menschen (+Demografischer Wandel)
    Wir alle werden älter. Tag für Tag. Dieses Älterwerden ist nicht frei von Herausforderungen. Den Herausforderungen stellen sich nicht nur die Menschen, sondern aktuell immer mehr Unternehmen.
    Auf der Hand liegen Pharmaunternehmen und (Senioren-)Pflege. Daneben werden aber auch Konsumgüter von der Verschiebung und Alterung profitieren, denn ohne Kaufkraft sind die alten Damen und Herren nicht.
  • Urbanisierung
    Oder Verstädterung. Immer mehr Menschen zieht es vom Land in die Stadt. Ob aufgrund des besseren kulturellen Angebots, besseren Einkaufsmöglichkeiten oder auch den erhofften Arbeitsplätzen – Motive sind sehr verschieden. Dennoch wird der Megatrend laut den Vereinten Nationen anhalten. Heute leben den Zahlen zufolge mehr als 55% in Städten. In etwas mehr als einem Jahrzehnt sollen es fast 70% werden (2030).
    Davon werden beispielsweise Bauunternehmen profitieren, aber auch reine Wohnungsunternehmen.
  • China, Indien.. – neue wirtschaftliche Kräfteverhältnisse
    Während von wenigen Jahrzehnten die USA und „der Westen“ in der wirtschaftlichen Champions League spielten, so holten die asiatischen Ländern in den letzten Jahren stark auf. In der Zukunft wird sich die Wirtschaft verstärkt um Länder wie China und Indien drehen, da beide Länder beispielsweise fast 2,5 Milliarden Menschen eine Heimat bieten.
    Neben China und Indien werden sich verstärkt wirtschaftliche Ströme nach Asien und teilweise nach Afrika verschieben.
    Profitieren werden von dieser Veränderung die Unternehmen vor Ort. Diese Aktien und Beteiligungen lassen sich beispielsweise über Fonds für Entwicklungsländer oder ETFs kaufen.
  • Klimawandel und knappe Rohstoffe
    Der Energiehunger der Menschheit betraf bisher vor allem die fossilen Energieträger wie Erdöl und Kohle. Gerade im Bereich der Mobilität ist Erdöl in Form von Benzin bis Kerosin die Nummer 1. Im Stromsektor ändert sich in einigen Staaten immer mehr und hier zeigt sich der Trend: Regenerative Energien. Diese, sowie ein bewussteres Wirtschaften um Rohstoffe einzusparen und beim Konsum stärker Produkte zu teilen, werden in den nächsten Jahrzehnten an Bedeutung gewinnen.
    Profite werden Unternehmen aus den Regenerativen Energien, nachhaltiger Produkte oder Anbieter aus der Sharing Economy erwirtschaften können.

Für Dich als Investor sind Megatrends deshalb interessant, weil in diesen das Potential zu Wachstum an der Börse und größer für die gesamte Marktwirtschaft steckt.  Es sind langfristige Trends, weshalb Du als Investor weniger in Risiken sondern eher in die größeren Wachstumschancen investierst.

Auf die Frage „Wie?“ bieten sich teilweise ETF, also Indexfonds, sowie traditionelle Fonds an. Fonds können flexibler sich an dem Megatrend passenden Unternehmen beteiligen. Diese müssen dafür nicht zwingend an der Börse notiert sein.

 

Welche Vor- und Nachteile haben Fonds?

Fonds klingen attraktiv. Während ETFs eine ganze Reihe unterschiedlicher Unternehmen abbilden und Anleihen oftmals als Geldwerte zählen, kannst Du mit Fonds in deine Favoritbranche ohne wenig Anstrengung investieren.
Doch welche weiteren Vorteile bringen Fonds mit sich? Und wie sieht es mit den Nachteilen aus?

Die Vorteile:

  • Die Fondsmanager
    Dank des Fondsmanagers, welcher oftmals vom Fach ist und die jeweilige Branche/ das jeweilige Land kennt, kannst Du dich entspannter zurücklehnen. Du musst Dich nicht um die Umschichtung des Portfolios oder Anpassungen kümmern. Der Fondsmanager übernimmt die Anlageentscheidungen.
  • Risikokonzentration
    Fonds investieren nie in nur eine einzige Aktie. Im Gegenteil:
    Fonds sind verpflichtet, ihre Investitionen in mehrere Aktien aufzuteilen. Dadurch erreichst Du bei deiner Investition in Fonds sofort eine Risikostreuung – ähnlich wie bei einem ETF.
  • Bilanzierung
    Geht deine Fondsgesellschaft insolvent, so sind deine Investitionen sicher, da diese als sogenanntes „Sondervermögen“ geschützt sind.
  • Flexibilität
    Du kannst jederzeit deine Fondsanteile verkaufen, da Fonds börsennotiert sind. Wenn Du dein Geld benötigst, muss Du nicht erst lange warten.

 

Und nicht unerwähnt:

Die Nachteile:

  • Managementgebühren
    Im Gegensatz zu ETF bezahlst Du bei aktiven Fonds das Fondsmanagement über eine Gebühr. Diese Kosten senken deine Rendite und fallen jedes Jahr an. Unbedeutend der aktuellen Entwicklung des Fonds.
  • Verlustrisiko/ Totalausfall
    Fonds investieren in börsengehandelte Werte. Deren Kursschwankungen können dem Fonds zusetzen und bei Dir zu Verlusten führen. Gar könnten die enthaltenen Werte – beispielsweise Aktiengesellschaften – insolvent gehen. Du könntest theoretisch einen Totalausfall erleben.
  • geringe Transparenz
    Der Fondsmanager nimmt Dir Anlageentscheidungen aus der Hand. Erst einmal eine Entlastung, gleichzeitig ist die Transparenz oftmals gering. Du wirst eventuell nicht erfahren, weshalb Beteiligungen verkauft oder gekauft wurden oder welche Aktien der Fonds aktuell enthält.
  • Liquiditätsrisiko
    Wenn viele Anleger gleichzeitig ihre Anteile verkaufen, kann es zu einem Engpass an liquiden Mittel des Fonds kommen. Unter  Umständen kann deine Abwicklung nicht vollzogen werden. Auch in diesem Fall kannst Du weitere Verluste erleben.

Was ist ein Fonds?

Was ein wenig wie Fondue klingt, lässt sich gleichermaßen als Topf beschreiben. In diesem Topf sind je nach Art des Fonds beispielsweise Aktien, Anleihen und/oder Rohstoffe enthalten.

Der „Koch“ hinter dem Topf heißt hierbei Fondsmanager. Diese verwalten und steuern den Fonds.

Die Töpfe (Fonds) sind dabei sehr vielseitig. Es existieren Fonds zu bestimmten Regionen – wie beispielsweise Emerging Markets oder zu spezifischen Branchen, beispielsweise Chemie oder Automobil.

Hier investierst Du in das Know-How einer Branche oder einer Region. Der Fondsmanager trifft für Dich alle Anlageentscheidungen und wird dabei von Ratingagenturen in seiner Arbeit bewertet. Verwaltet der Fondsmanager den Fonds gut, gibt es wie in der Schule eine bessere Note. Andernfalls eine schlechte. Eine bekanntere Ratingagentur ist beispielsweise Morningstar.

Die Ergebnisse der Ratings kann für Dich als potentieller Anleger hilfreich sein. Du solltest Dich aber nicht zu 100% auf die Ratings verlassen.

Folgende Fondskategorien gibt es:

  • Rentenfonds
    Diese Fonds investieren in Finanzprodukte mit einer Verzinsung, beispielsweise Anleihen.
  • Aktienfonds
    Wie es der Name schon beinhaltet: diese Fonds investieren in Aktien.
  • Mischfonds
    Diese Fonds sind eine Mischung aus den oberen. Dein Geld wird in Aktien wie verzinste Anleihen investiert.
  • Immobilienfonds
    Dein Fons investiert in Immobilien
  • Dachfonds
    Diese Fonds investieren in andere Fonds. Entwender aus einer Fondskategorie oder sie kombinieren mehrere Kategorien. So kann dein Dachfonds beispielsweise einen Aktienfonds und einen Immobilienfonds enthalten.