Was sind ETFs?

ETFwas? ETF – ausgeschrieben „Exchange Traded Funds“ – übersetzt als börsengehandelter Fonds.

Diese Sonderform der Fonds bildet ohne aktives Fondsmanagement einen Index ab. Deshalb heißen die ETF oftmals Indexfonds.

Ein Index kann beispielsweise der DAX sein. Dies ist der deutsche Aktienindex. Der ETF bildet den DAX in diesem Fall nahezu zu 100% ab, folgt in jeder Kursrichtung dem DAX 1 zu 1. Steigt der DAX, steigt der ETF. Und umgekehrt.

Welche Vorteile bieten ETF?

  • Gebühren und Transparenz

Ein traditioneller Fonds wird von einem Fondsmanager gesteuert. Da dieser bei den Indexfonds ‚wegfällt‘ sparst Du diese Kosten durch oftmals weniger Gebühren.

Daneben sind ETFs in vielen Fällen sehr transparent gehalten. Dir wird ersichtlich sein, welchen Index und welche enthaltenen Aktien zu welchen Teilen im Fonds bestand haben

  • Risikokonzentration

ETFs eignen sich sehr gut zum Einstieg in die Börsenwelt. Du erhälst einen Fonds, welcher für Dich das Risiko streut. Da die Indizes oftmals nicht auf eine Branche beschränkt sind, erhälst du eine gute Streuung. Fällt ein Unternehmen aus, wird also insolvent, so wirst Du den Ausfall nicht deutlich als Kursverlust spüren.

  • Bilanzierung

Aktuell gilt bei ETF-Gesellschaften, dass deine Kundengelder als sogenanntes Sondervermögen gelten. Dies wird sich in Zukunft sehr wahrscheinlich nicht ändern. Davon profitierst Du, durch ein Mehr an Sicherheit, wenn die ETF-Gesellschaft insolvent geht.

  • Flexibilität

ETF – wie der Name schon sagt – sind börsengehandelte Fonds. Solltest Du aus einem beliebigen Grund deine Anteile verkaufen müssen, so wirst Du diese verkauft bekommen.

 

Und zu den Vorteilen gehören nun:

Die Nachteile von ETF:

  • kein Fondsmanager

Ein Fondsmanger steuert normalerweise einen Fonds, greift steuern ein oder führt eine Umschichtung durch. Da ein Indexfonds jedoch den hinterlegten Index abbildet, findet hier keine schützende Kontrolle statt. Rauscht der Index den Bach hinunter, wirst Du Verluste machen.

  • Verlustrisiko

Ein ETF und die enthaltenen Unternehmen sind nicht von den täglichen Kursschwankungen ausgenommen. Du wirst somit Verluste bei negativen Entwicklungen erfahren.

  • eingeschränkte Aktionärsrechte

Bei einer Investition in den Fonds übst Du nicht mehr persönliche alle ursprünglichen Aktionärsrechte aus. Im Gegenteil sogar: Du gibst die Rechte an den ETF ab. Beispielsweise dein Stimmrecht als Aktionär.

  • Liquiditätsrisiko

Durch die höhere Passivität von ETF ist ein größeres Risiko die Frage zur Liquidtät, wenn viele Anleger ihre Anteile verkaufen möchten. Es könnte passieren, dass die Abwicklung der Aufträge nicht funktioniert, es zu Engpässen kommt.

Was ist BUX?

BUX, klingt in der deutschen Sprache vielmehr nach „Bucks“.

Und da der Duden zu „Buck/s“ nicht fündig wird, hilft hin und wieder ein Blick ins Wörterbuch.

Im Wörterbuch folgt für „Buck“ die Übersetzung Dollar. Ob das passt? Ebenfalls erscheint die Redewendung: „make a fast buck“ – übersetzt bedeutet diese Redewendung soviel wie: „eine schnelle Mark machen“.

Irgendwie treffend beschrieben, denn BUX ist eine niederländische Finanzapp.

Aber BUX ist keine gewöhnliche App für den Kauf von Aktien. Nein, in der App BUX lassen sich CFDs kaufen.

Im Vergleich zu Aktien sind CFDs günstiger zu kaufen. Teure Ordergebühren entfallen. Gleichzeitig sind CFDs variabler. Variabler?
Folgendes Beispiel:

Die Amazon-Aktie kostet aktuell um die 1.400 Euro. Ja, eine Aktie. Kurze Frage: welcher Student hat 1.400 Euro mal so eben übrig? Vergessen wir die Frage..

Der entsprechende Amazon-CFD, welcher Amazon in allen Kursbewegungen folgt – ob bei fallenden wie bei steigenden Kursen – und mit welchem Du ebenfalls von möglichen Dividenden anteilsmäßig profitierst ist im gleichen Atemzug bereits ab 5 Euro! zu haben.

 

Und CFD gibt es auf fast alle an der Börse gehandelten Werte. In der hiergenannten App BUX stechen Aktien, Indizes, Rohstoffe und Währungen hervor.

In der App wirst Du als Nutzer nicht sofort ins kalte Wasser geworfen. Am Anfang hat jeder Nutzer 1.000 „funBUX“ zur Verfügung. Mit diesem Vermögen kannst Du die grundlegenden Funktionen der App erforschen. Da BUX eigentlich eine Tradingapp ist, lässt sich auch auf fallende Kurse setzen. Wenn Du jedoch noch Anfänger an der Börse bist, solltest Du lieber nicht auf fallende Kurse setzen. Ebenfalls solltest Du am Anfang immer einen Hebel von 1 zu 1 verwenden.

Wenn Du bereit bist mit „echtem Geld“ an der Börse aktiv zu werden, kannst Du jederzeit mit einer Überweisung dein „funBUX“ Konto aufwerten.

Anschließend steht Dir die Welt der Börse zu Füßen. Handelst Du nun ab 5 Euro, berechnet Dir BUX für jeden Kauf und Verkauf den Du ausführst 25 Cent an Gebühren. Klingt viel, sind zwar große 5%, doch gerade am Anfang hast Du noch ein Freikontingent an kostenlosen Käufen und Verkäufen. Zu späterer Zeit können diese aufgebraucht sein. Dann solltest Du dich nach Möglichkeit auf 10 Euro pro Kauf umstellen, damit die Gebühren nicht deinen Gewinn aufzehren.

Lust loszulegen?

Ja! ich will die App: App Store  –  Google Play

 

 

 

 

Was ist der Cost-Average Effekt?

Der Cost-Average Effekt oder den Durchschnittspreiseffekt bekommst Du beim Kauf von ETF oder Fonds stärker zu spüren als beim Einzelkauf von Aktien.

Während beim einzelnen Kauf von Aktien oftmals zu höheren Preisen neue Anteile gekauft werden, so kaufst Du beispielsweise über Sparpläne in einem regelmäßigen Abstand Anteile. Sind die Kurse gestiegen, kaufst Du tendenziell weniger Anteile. Fallen die Kurse, so kaufst Du mehr Anteile.

Im Jahresschnitt gleichen sich beide extreme aus und Du erhälst einen harmonischen Durchschnittspreis.

Beispiel:

Du kauft monatlich für 50 Euro Anteile an einem Fonds/ETF

  1. Monat: 50 Euro, Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (1,00) = 50 Euro/ 50 Euro
  2. Monat: 50 Euro Kurspreis 45 Euro = 1,11 Anteile (2,11) = 94,95 Euro/ 100 Euro
  3. Monat: 50 Euro Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (3,11) = 155,5 Euro/ 150 Euro
  4. Monat: 50 Euro Kurspreis 55 Euro = 0,9 Anteile (4,01) = 220,55 Euro /200 Euro
  5. Monat: 50 Euro Kurspreis 60 Euro = 0,83 Anteile (4,84) = 290,40 Euro/ 250 Euro
  6. Monat: 50 Euro Kurspreis 55 Euro = 0,9 Anteile (5,71) = 314,05 Euro/ 300 Euro
  7. Monat 50 Euro Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (6,71) = 335,50 Euro/ 350 Euro
  8. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (7,96) = 318,40 Euro/ 400 Euro
  9. Monat: 50 Euro Kurspreus 45 Euro = 1,11 Anteile (9,07) = 408,15 Euro/ 450 Euro
  10. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (10,32) = 412,80 Euro/ 500 Euro
  11. Monat: 50 Euro Kurspreis 45 Euro = 1,11 Anteile  (11,43) = 514,35 Euro/ 550 Euro
  12. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (12,68) = 507,20 Euro/ 600 Euro

Anstatt bei einem hohen Kaufpreis einmalig wenige Anteile zu erhalten, hättest Du im folgenden Beispiel über 12 Monate 12,68 Anteile erhalten. Würde nun der Kurs ansteigen, beispielsweise auf 45 Euro, so hättest Du ohne neu Einzahlung einen Depotwert von 570,60 Euro und beim ursprünglichen Preis von 50 Euro (1. Monat) wären es sogar 634 Euro.

Aktuell hättest Du Anteile zu durchschnittlich 47,31 Euro gekauft. Ab 47,32 Euro würdest Du mit den aktuellen Anteilen im Plus liegen. Ebenso: während Du ursprünglich zu 50 Euro einen Anteil und bei durchgehend 50 Euro in 12 Monaten nur 12 Anteile kaufen könntest (600/12 = 50), hast Du durch die Glättung von hohen und niedrigen Preisen 0,68 Anteile mehr gekauft.

Langfristig ist ein Sparplan sinnvoll, da über den längeren Zeitraum sich der Durchschnitt weiter harmonisiert (im Vergleich zum unregelmäßigen Kaufen).

Hilfreiche Tipps für Börsenneulinge:

Als Börsenneuling stellt man sich selbst viele Fragen und bekommt gefühlt jeden Tag neue Fragen dazu. Zeit, nun offene Fragen zu beantworten und das eigene Wissen zu erweitern. Bist Du dabei? Hilfreiche Tipps für Börsenneulinge: weiterlesen

Drei Zinseszins-Beispiele:

Im vorangegangenen Artikel zum Zinseszins wurden kurze Beispiele gebracht. Dieser Artikel greift erneut die Zinseszins-Thematik auf. Mit drei Beispielen, für den Alltag!

  • Beispiel 1:
    • Einmalanlage von monatlich 25 Euro. Wie entwickelt sich dieses Vermögen?
  • Beispiel 2:
    • monatliche Investition von 25 Euro, über die kommenden 10, 15, 20 Jahre.
  • Beispiel 3:
    • Einmalige Anlage zum Start sowie monatliche Einzahlungen.

Als Zinssatz, beispielsweise über Dividenden und Kurssteigerungen – da es Aktien, Anleihen, Rohstoffe als Investitionsmix sein sollen, wird 5 % angenommen. Dieser Zinssatz behält ebenfalls schon den Abzug der Inflation!

Übrigens kamen im Laufe der Zeit weitere Fragen auf. Wie könnten Kapitalerträge genutzt werden, um beispielsweise die „Rente“ aufzustocken. Deshalb gibt es jetzt Beispiel 4!

Beispiel 4 umfasst die Einzahlung über einen längeren Zeitraum, beispielsweise 25 Euro sowie die Auszahlung in den folgenden Jahren (21. Jahr, 22. Jahr).

Im ersten Startjahr wurde die Einzahlung nicht direkt vorgenommen, die ersten 300 Euro kamen jeweils zum 2. Jahr hinzu.

Daneben: Da der Zinseszins direkt auf den vorangegangenen Zins wirkt, zeitweise Zinsen über den jährlichen Zeitraum gezahlt werden (360 Banktage), Dividenden jedoch nur einmal im Jahr, verzerrt der „Zinseszins“ sich bei der Berechnung – angewandt auf die Reinvestition von den Dividenden der Aktien/ETF/etc.
Langfristig sind hier Sparbücher nur geringfügig im Vorteil. Hier zeige ich ein Beispiel mit der Reinvestition von Dividenden!

 

  • Beispiel 1:
    Kein komplexes Szenario. Du hast einmalig ein Jahr über 25 Euro zur Seite gelegt. Anschließend die Kapitalanlage sozusagen „vergessen“.
    Wie entwickelt der Zinseszins deine Investition? Und wie sieht die durchschnittliche jährliche Verzinsung aus?
    Nach 5 Jahren: 382,88 Euro – 5,53%
    Nach 10 Jahren: 488,66 Euro – 6,29%
    Nach 15 Jahren: 623,67 Euro – 7,19%
    Nach 20 Jahren: 795,98 Euro – 8,26%
    Nach 25 Jahren: 1.015,90 Euro – 9,54%
    Nach 30 Jahren: 1.296,58 Euro – 11,07%
    Nach 35 Jahren: 1.654,80 Euro – 12,90%
    Nach 40 Jahren: 2.111,99 Euro – 15,09%
    Nach 45 Jahren: 2.695,50 Euro – 17,74%
    Nach 50 Jahren: 3.440,21 Euro – 20,93%
    Je früher mit der Investition angefangen wird und desto länger damit die Investition unberührt bleibt, desto stärker winken am Ende die Kapitalerträge. Wie gesagt: in vollster Kaufkraft. Zwar werden in vielen Fällen 50 Jahre unrealistisch sein, dennoch gibt es hier nun noch ein Unterbeispiel:

    • Da wir – beispielsweise im Alter von 30 mit diesem Investitionsbeispiel anfangen, so würden wir uns die ersten Erträge mit 65 wünschen. Okay?
      Also entnehmen wir nach 35 Jahren wieder unsere Investition. Monatlich 25 Euro. Wir könnten von den 1.654,80 Euro uns 5,5 Jahre 25 Euro auszahlen, bis ins Alter von 70.
      Da in 35 Jahren eher ein Renteneintritt mit 70+x erfolgen wird, rechnen wir kurzerhand das Beispiel mit dem Betrag von 40 Jahren:
      Mit 2.111,99 Euro ließen sich die 25 Euro monatlich über stolze 7 Jahre auszahlen. Bemerkenswert, oder? Mit kleinen 300 Euro zehren wir zwischen 4 und 7 Jahren, wenn wir älter sind.Fahren wir fort:
  • Beispiel 2:
    Im ersten Schritt werden über 10 Jahre 25 Euro im Monat angespart:
    Nach 10 Jahren hast Du also 3.000 Euro extra eingezahlt und die weitern Erträge kommen von „alleine“.
    Im 10. Jahr: 3.796,63 Euro
    Nach 15 Jahren: 4.845,57 Euro
    Nach 20 Jahren: 6.184,37 Euro
    Nach 25 Jahren: 7.892,93 Euro
    Nach 30 Jahren: 10.073,61 Euro
    Nach 35 Jahren: 12.856,76 Euro
    Nach 40 Jahren: 16.408,84 Euro
    Nach 45 Jahren: 20.942,31 Euro
    Nach 50 Jahren: 26.728,28 Euro
    Wie im ersten Beispiel hast Du mit 30 mit der Investition angefangen. Wenn Du wieder mit 65 beziehungsweise 70 Dir monatlich die 25 Euro auszahlen möchtest, könntest Du zwischen 42 und 54 Jahre davon zehren.
    Nehmen wir unter einer neuen Annahme an:
    Du lebst weitere 20 Jahre, so könntest Du dir zwischen 53 und 68 Euro im Monat auszahlen lassen.
    Attraktiv, oder?Jetzt kurz die Erläuterung, wenn Du 15 Jahre lang Geld einzahlst:
    Im 15. Jahr hat dein Vermögen den Wert von 6.503,26 Euro statt nur 4.500 (durch 15 Jahre *300 Euro).
    Wenn Du wieder mit 65 oder 70 die Auszahlung vornimmst, so könntest Du bereits über einen monatlichen Betrag von 71 bis 91 Euro verfügen. Obwohl Du „nur“ 25 Euro über 15 Jahre monatlich oder über 180 Monate eingezahlt hast.Bei 20 Jahren:
    Dein monatlicher Betrag würde auf 86 bis 110 Euro ansteigen.
    Du siehst: Durch den Zinseszins steigt mit der Zeit der Wert deines Vermögens durch die Einzahlungen mit an.
  • Beispiel 3:
    Als Grundstock für den Anfang wählte ich 5 Jahreseinzahlungen, also 1.500 Euro. In den weiteren Monaten kommen jeweils 25 Euro dazu:
    Durch die monatlichen Einzahlungen steigt nachhaltig das Grundvermögen an.
    Dadurch hättest Du nach 10 Jahren: 5.751,31 Euro,
    Nach 15 Jahren: 8.997,98 Euro
    Nach 20 Jahren: 13.141,64 Euro
    Nach 25 Jahren: 16.772,44 Euro
    Nach 30 Jahren: 21.406,35 Euro
    Nach 35 Jahren: 27.320,54 Euro
    Nach 40 Jahren: 34.868,70 Euro
    Nach 45 Jahren: 44.502,28 Euro
    Nach 50 Jahren: 56.797,44 EuroKlar! Was bringt es einem, wenn jemand im hohen Alter 30, 40 oder gar 50.000 Euro hätte? Wenig. Dennoch sollen die Beispiele aufzeigen: wer diszipliniert monatlich – selbst kleine Summen anspart, kann innerhalb der zweiten Hälfte des persönlichen Beruflebens eine ordentliche Aufstockung durch die private Vorsorge erreichen.
  • Beispiel 4:
    So! Du warst fleißig und hast gute 20 Jahre monatlich Geld eingezahlt. Ebenfalls möchtest Du nun nach 20 Jahren von deinem kleinen Vermögen leben. Wie sieht das Vermögen nach 20 Jahren durch Zinseszins und Co aus?
    Nach 20 Jahren hättest Du wie unter Beispiel 3 aufgezeigt ein Vermögen von 13.141,64 Euro angehäuft.
    Davon könntest Du dir über 43 Jahre lang 25 Euro monatlich auszahlen.
    Oder: Da die Zinsen/Dividenden Dir mehr als 600 Euro im Jahr liefern und Du nach 20 Jahren wahrscheinlich kein Jungspund mehr sein wirst, wird das Vermögen auf – beispielsweise 15 Jahre „verspeist“. Du könntest Dir so jährlich 1.266 Euro auszahlen. Damit würdest Du zu Ende des 15. Jahres nur noch 0,73 Euro an Vermögen vorweisen. Hättest den Rest genüsslich verspeist.

Ja! 25 Euro oder auch 1.266 Euro im Jahr sind auf den Monat gerechnet „nur“ 100 Euro. Doch das Beispiel zeigt: 25 Euro! Wenn das Startkapital höher ausfällt und/oder die monatlichen Einzahlungen – beispielsweise durch Lohnerhöhungen – anziehen, so ließe sich der Zielbetrag schneller erreichen.

Wie finanzielle Teilhabe ab 1 Euro funktioniert:

Die Zeiten in denen Arbeiter und Kapitaleigener getrennt waren, sind vorbei. Heute kann jeder Arbeiter zum Kapitaleigner werden. Bereits mit 1 Euro. Aber wie funktioniert die finanzielle Teilhabe im Detail? Wie finanzielle Teilhabe ab 1 Euro funktioniert: weiterlesen

Wie Du deinen Platz an der Börse findest

Die Börse lässt sich gut mit einem Auto vergleichen.

An deinem Auto wird es hin und wieder notwendig sein, kleine Reparaturen vorzunehmen oder gegen den Verschleiß vorzugehen. Kleinere Aufgaben, wie beispielsweise der Austausch einer Glühbirne oder des Scheibenwischblattes wirst Du hinbekommen. Bei größeren Reparaturen sollte das Auto lieber in die Werkstatt, wo der Meister Dir die schwierige Arbeit abnimmt.

Was hat das mit den Börsen zu tun? Nunja: An der Börse gibt es Finanzprodukte, die für Dich perfekt sind. Für andere wiederum solltest Du dich sehr gut auskennen, Prozesse und Eigenheiten wissen.
Und: beim Auto kannst Du oftmals bestimmen, wer fährt. Willst Du wirklich nur danebensitzen und zuschauen oder doch lieber selber an das Steuer?

Dieser Artikel zeigt die für Dich passenden Möglichkeiten an der Börse auf.

  1. Anfänger
    Du bist neu auf dem Börsenparkett. Du bist noch verwundert, weshalb es so tierisch mit Bullen und Bären hier zugeht.

    • Robo Advisor
      • Robo Advisor sind online Vermögensverwalter, welche automatisiert dein Geld anhand der von Dir gegebenen Antworten und Entscheidungen anlegen. Du profitierst als Neuling von niedrigen Kosten, und hoher Diversifikation sowie einem minimal
    •  ETF
      • Diese Sonderform der nicht aktiv verwalteten Fonds eignet sich gut für Anfänger und Einsteiger. Du musst nach dem Kauf keine Anlageentscheidungen vollziehen, ebensowenig gibt es Fehler von Fondsmanager, da es bei ETF keine aktiven Manager gibt.
        ETF bilden einen Index ab, beispielsweise für Deutschland den DAX.
    • Fonds
      • Du bist bei den ETF nicht fündig geworden? Kein Problem! Dann sind wahrscheinlich eher Fonds etwas für Dich. Fonds werden aktiv verwaltet und investieren zum Beispiel in eine bestimmte Branche. Beispielsweise Technologie oder Umwelt.
        Du musst nach dem Kauf keine weiteren Anlageentscheidungen treffen. Diese übernimmt der Fondsmanager für Dich!
        Du kannst Dich zurücklehnen und dein Geld für Dich arbeiten lassen.
        Ebenso würde Finanu Dir aber empfehlen, regelmäßig die Börse zu verfolgen. Im Sinne eines lebenlangen Lernens wäre ein dazulernen der Abläufe der Börse und somit ein Aufstieg in den „Fortgeschritten“-Modus passend.
  2. Fortgeschritten
    Du konntest unter Umständen bereits eine erste Finanzkrise in deinem Depot erleben und weißt, das Rendite und Risiko Hand in Hand gehen. Daneben gehörst Du fast schon zu den alten Hasen.

    • Aktien
      • Du studierst regelmäßig die Aktienkurse der Aktiengesellschaften. Ebenfalls sind Dir die Chancen und Risiken der jeweiligen AG bewusst.
    • Edelmetalle
      • wie Aktien, jedoch mit der Sicherheit, dass es keine Insolvenzen geben kann – bist Du als Fortgeschrittener Börsianer in der Lage, auch in Edelmetalle zu investieren. Entweder rein zur Absicherung oder als Investition.
    • Anleihen
      • wie bei Aktien blätterst Du fast täglich durch den Wirtschaftsteil der Zeitung. Den Herausgeber der Anleihe kennst Du und Dir sind auch hier die Chancen und Risiken der Unternehmung bewusst.
    • Zertifikate
      • Als fortgeschrittener Investor kennst Du womöglich die verschiedenen Zertifikatsarten. Solltest Du die verschiedenen Formen der Zertifikate nicht kennen, solltest Du dich hierzu informieren. Denn für jeden Basiswert gibt es zur jeweiligen Marktphase ein passenderes oder zeitweise ein unpassenderes Zertifikat – Je nachdem, ob der Basiswert eher einem Abwärtstrend, Seitwärtstrend oder Aufwärtstrend folgt (Siehe: Cap, Bonus, Discount..)
  3. Profis
    Du bist der Lionel Messi oder.. Nein, warte. Du bist der Christiano Ronaldo der Börse. Du knockst Anfänger und Fortgeschritten mit dem kleinen Finger aus. Apropos Knock-Out.. hier hätte ich schon etwas für Dich..

    • Erst einmal wirst Du wahrscheinlich einen Mix aus den bisherigen Finanzprodukten gewählt haben. Schließlich passen in die Profikategorie ETF wie auch Aktien hinein.
      Spezieller nun für Profis:
    • Knock-Out-Produkte.
      • bekannter als Knock-Out sind Schreibweisen wie ko oder k.o. und nichts anderes geschieht bei diesen Produkten, wenn diese eine Barriere antasten oder durchbrechen. Diese Unterkategorie der Optionsscheine verfallen dadurch und sind wertlos. Aber nicht nur hierdurch, sondern auch aufgrund der Möglichkeit auf fallende Kurse zu spekulieren, sollten Anfänger hier die Finger weglassen. Seitwärtstrends wie bei klassischen Optionsscheinen sind selten möglich.
    • Alternativ zu Knock-Out-Produkten gibt es die Optionsscheine.
      • Ebenfalls wie die oben genannten Produkte sind es Hebelprodukte. Das heißt, Du handelst mit einem Hebel. So investierst Du nur einen Bruchteil, während Du dir sozusagen durch den „Hebel“ Geld leihst.
        Beispiel: Du investierst 5 Euro und nutzt einen Hebel von 1 zu 20. Dadurch werden aus den 5 Euro eine investierte Summe von 100 Euro. Warum? So profitierst Du schneller von Kursentwicklungen. Gleichzeitig kannst Du aber auch deutlich mehr Geld verlieren, wenn sich der Kurs gegenläufig entwickelt.

        • Auch hier kannst Du auf fallende Kurse setzen oder diesmal auch auf den eines Seitwärtstrends.
        • Beachte: Als Anfänger und oftmals auch als fortgeschrittener Börsianer nicht nutzen.

Was ist die „10EuroChallenge“?

FinanuFinanzen kannst selbst Du! Nirgends ist dieser Slogan passender als in der „10 Euro Challenge“.

Die 10 Euro Challenge – kurz: 10€C Was ist die „10EuroChallenge“? weiterlesen

Was ist der Cost-Average Effekt?

Der Cost-Average Effekt oder den Durchschnittspreiseffekt bekommst Du beim Kauf von ETF oder Fonds stärker zu spüren als beim Einzelkauf von Aktien.

Während beim einzelnen Kauf von Aktien oftmals zu höheren Preisen neue Anteile gekauft werden, so kaufst Du beispielsweise über Sparpläne in einem regelmäßigen Abstand Anteile. Sind die Kurse gestiegen, kaufst Du tendenziell weniger Anteile. Fallen die Kurse, so kaufst Du mehr Anteile.

Im Jahresschnitt gleichen sich beide extreme aus und Du erhälst einen harmonischen Durchschnittspreis.

Beispiel:

Du kauft monatlich für 50 Euro Anteile an einem Fonds/ETF

  1. Monat: 50 Euro, Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (1,00) = 50 Euro/ 50 Euro
  2. Monat: 50 Euro Kurspreis 45 Euro = 1,11 Anteile (2,11) = 94,95 Euro/ 100 Euro
  3. Monat: 50 Euro Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (3,11) = 155,5 Euro/ 150 Euro
  4. Monat: 50 Euro Kurspreis 55 Euro = 0,9 Anteile (4,01) = 220,55 Euro /200 Euro
  5. Monat: 50 Euro Kurspreis 60 Euro = 0,83 Anteile (4,84) = 290,40 Euro/ 250 Euro
  6. Monat: 50 Euro Kurspreis 55 Euro = 0,9 Anteile (5,71) = 314,05 Euro/ 300 Euro
  7. Monat 50 Euro Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (6,71) = 335,50 Euro/ 350 Euro
  8. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (7,96) = 318,40 Euro/ 400 Euro
  9. Monat: 50 Euro Kurspreus 45 Euro = 1,11 Anteile (9,07) = 408,15 Euro/ 450 Euro
  10. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (10,32) = 412,80 Euro/ 500 Euro
  11. Monat: 50 Euro Kurspreis 45 Euro = 1,11 Anteile  (11,43) = 514,35 Euro/ 550 Euro
  12. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (12,68) = 507,20 Euro/ 600 Euro

Anstatt bei einem hohen Kaufpreis einmalig wenige Anteile zu erhalten, hättest Du im folgenden Beispiel über 12 Monate 12,68 Anteile erhalten. Würde nun der Kurs ansteigen, beispielsweise auf 45 Euro, so hättest Du ohne neu Einzahlung einen Depotwert von 570,60 Euro und beim ursprünglichen Preis von 50 Euro (1. Monat) wären es sogar 634 Euro.

Aktuell hättest Du Anteile zu durchschnittlich 47,31 Euro gekauft. Ab 47,32 Euro würdest Du mit den aktuellen Anteilen im Plus liegen. Ebenso: während Du ursprünglich zu 50 Euro einen Anteil und bei durchgehend 50 Euro in 12 Monaten nur 12 Anteile kaufen könntest (600/12 = 50), hast Du durch die Glättung von hohen und niedrigen Preisen 0,68 Anteile mehr gekauft.

Langfristig ist ein Sparplan sinnvoll, da über den längeren Zeitraum sich der Durchschnitt weiter harmonisiert (im Vergleich zum unregelmäßigen Kaufen).

Was sind Aktien?

Das Wort Aktie oder Aktionär kennst Du bestimmt. Aber was ist überhaupt eine Aktie? Wie wird man Aktionär? Und daneben: welche Vorzüge kann es haben, Aktionär zu sein?

Aktien sind Wertpapiere, welche den Anteil einer Aktiengesellschaft verbriefen. Verbriefung ist hierbei die Zusicherung eines Rechts.

Welche Rechte haben Aktionäre?

  • Teilnahme an der Hauptversammlung der jeweiligen Aktiengesellschaft, verbunden mit:
    • Auskunftsrecht
      • Auskunft über die Angelegenheiten der Gesellschaft,
        • beispielsweise rechtliche und geschäftliche Beziehungen der Gesellschaft zu einem verbundenen Unternehmen,
    • Stimmrecht
    • Anfechtung der Beschlüsse
  • Vermögensrechte, wie:
    • Anspruch auf die Dividende
      • vergleichbar mit dem Zins auf dem Sparbuch
    • Bezugsrecht bei einer Kapitalerhöhung (mit Bezugsrechten)
    • Anspruch auf Beteiligung am Erlös bei Abwicklung/ Übernahme
      • spezieller:
        • Ansprüche auf Ausgleich/ Umtausch und Abfindung im Falle einer Übernahme/Fusion.

Und da zu Rechten auch Pflichten gehören, nun die Pflichten von Aktionären:

  • Treuepflicht
    • vertikale Treuepflicht
      • Aktionären dürfen aus eigennützingen Gründen eine notwendige Sanierung nicht verhindern/behindern,
    • horizontale Treuepflicht
      • Aktionäre haben eine Verpflichtung gegenüber anderen Aktionären. So sollte beispielsweise nicht von Mehrheitsaktionären gegen Minderheitsaktionäre vorgegangen werden, sondern stets im Sinne der Gesellschaft handeln.

 

Welche Formen von Aktien gibt es derweil?

  • Stammaktie
    • sozusagen die ‚klassische‘ Aktie mit Stimmrecht
  • Vorzugsaktie
    • Oftmals ohne Stimmrecht ausgegebene Aktien. Dafür erhalten Aktionäre mehr Dividende/Sonderzahlungen als Stammaktionäre mit Stimmrecht

 

Wie oben geschrieben, stellen Aktien den Anteil an einer Aktiengesellschaft dar. Somit sind Aktien Unternehmensanteile. Gleichermaßen profitierst Du bei als Aktionär von der Wertsteigerung bei Aktiengesellschaften.

Welche Gründe sprechen für Aktien?

Hier!

 

Welche Nachteile haben Aktien?

Hier!