Was ist der Cost-Average Effekt?

Der Cost-Average Effekt oder den Durchschnittspreiseffekt bekommst Du beim Kauf von ETF oder Fonds stärker zu spüren als beim Einzelkauf von Aktien.

Während beim einzelnen Kauf von Aktien oftmals zu höheren Preisen neue Anteile gekauft werden, so kaufst Du beispielsweise über Sparpläne in einem regelmäßigen Abstand Anteile. Sind die Kurse gestiegen, kaufst Du tendenziell weniger Anteile. Fallen die Kurse, so kaufst Du mehr Anteile.

Im Jahresschnitt gleichen sich beide extreme aus und Du erhälst einen harmonischen Durchschnittspreis.

Beispiel:

Du kauft monatlich für 50 Euro Anteile an einem Fonds/ETF

  1. Monat: 50 Euro, Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (1,00) = 50 Euro/ 50 Euro
  2. Monat: 50 Euro Kurspreis 45 Euro = 1,11 Anteile (2,11) = 94,95 Euro/ 100 Euro
  3. Monat: 50 Euro Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (3,11) = 155,5 Euro/ 150 Euro
  4. Monat: 50 Euro Kurspreis 55 Euro = 0,9 Anteile (4,01) = 220,55 Euro /200 Euro
  5. Monat: 50 Euro Kurspreis 60 Euro = 0,83 Anteile (4,84) = 290,40 Euro/ 250 Euro
  6. Monat: 50 Euro Kurspreis 55 Euro = 0,9 Anteile (5,71) = 314,05 Euro/ 300 Euro
  7. Monat 50 Euro Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (6,71) = 335,50 Euro/ 350 Euro
  8. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (7,96) = 318,40 Euro/ 400 Euro
  9. Monat: 50 Euro Kurspreus 45 Euro = 1,11 Anteile (9,07) = 408,15 Euro/ 450 Euro
  10. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (10,32) = 412,80 Euro/ 500 Euro
  11. Monat: 50 Euro Kurspreis 45 Euro = 1,11 Anteile  (11,43) = 514,35 Euro/ 550 Euro
  12. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (12,68) = 507,20 Euro/ 600 Euro

Anstatt bei einem hohen Kaufpreis einmalig wenige Anteile zu erhalten, hättest Du im folgenden Beispiel über 12 Monate 12,68 Anteile erhalten. Würde nun der Kurs ansteigen, beispielsweise auf 45 Euro, so hättest Du ohne neu Einzahlung einen Depotwert von 570,60 Euro und beim ursprünglichen Preis von 50 Euro (1. Monat) wären es sogar 634 Euro.

Aktuell hättest Du Anteile zu durchschnittlich 47,31 Euro gekauft. Ab 47,32 Euro würdest Du mit den aktuellen Anteilen im Plus liegen. Ebenso: während Du ursprünglich zu 50 Euro einen Anteil und bei durchgehend 50 Euro in 12 Monaten nur 12 Anteile kaufen könntest (600/12 = 50), hast Du durch die Glättung von hohen und niedrigen Preisen 0,68 Anteile mehr gekauft.

Langfristig ist ein Sparplan sinnvoll, da über den längeren Zeitraum sich der Durchschnitt weiter harmonisiert (im Vergleich zum unregelmäßigen Kaufen).

Drei Zinseszins-Beispiele:

Im vorangegangenen Artikel zum Zinseszins wurden kurze Beispiele gebracht. Dieser Artikel greift erneut die Zinseszins-Thematik auf. Mit drei Beispielen, für den Alltag!

  • Beispiel 1:
    • Einmalanlage von monatlich 25 Euro. Wie entwickelt sich dieses Vermögen?
  • Beispiel 2:
    • monatliche Investition von 25 Euro, über die kommenden 10, 15, 20 Jahre.
  • Beispiel 3:
    • Einmalige Anlage zum Start sowie monatliche Einzahlungen.

Als Zinssatz, beispielsweise über Dividenden und Kurssteigerungen – da es Aktien, Anleihen, Rohstoffe als Investitionsmix sein sollen, wird 5 % angenommen. Dieser Zinssatz behält ebenfalls schon den Abzug der Inflation!

Übrigens kamen im Laufe der Zeit weitere Fragen auf. Wie könnten Kapitalerträge genutzt werden, um beispielsweise die „Rente“ aufzustocken. Deshalb gibt es jetzt Beispiel 4!

Beispiel 4 umfasst die Einzahlung über einen längeren Zeitraum, beispielsweise 25 Euro sowie die Auszahlung in den folgenden Jahren (21. Jahr, 22. Jahr).

Im ersten Startjahr wurde die Einzahlung nicht direkt vorgenommen, die ersten 300 Euro kamen jeweils zum 2. Jahr hinzu.

Daneben: Da der Zinseszins direkt auf den vorangegangenen Zins wirkt, zeitweise Zinsen über den jährlichen Zeitraum gezahlt werden (360 Banktage), Dividenden jedoch nur einmal im Jahr, verzerrt der „Zinseszins“ sich bei der Berechnung – angewandt auf die Reinvestition von den Dividenden der Aktien/ETF/etc.
Langfristig sind hier Sparbücher nur geringfügig im Vorteil. Hier zeige ich ein Beispiel mit der Reinvestition von Dividenden!

  • Beispiel 1:
    Kein komplexes Szenario. Du hast einmalig ein Jahr über 25 Euro zur Seite gelegt. Anschließend die Kapitalanlage sozusagen „vergessen“.
    Wie entwickelt der Zinseszins deine Investition? Und wie sieht die durchschnittliche jährliche Verzinsung aus?
    Nach 5 Jahren: 382,88 Euro – 5,53%
    Nach 10 Jahren: 488,66 Euro – 6,29%
    Nach 15 Jahren: 623,67 Euro – 7,19%
    Nach 20 Jahren: 795,98 Euro – 8,26%
    Nach 25 Jahren: 1.015,90 Euro – 9,54%
    Nach 30 Jahren: 1.296,58 Euro – 11,07%
    Nach 35 Jahren: 1.654,80 Euro – 12,90%
    Nach 40 Jahren: 2.111,99 Euro – 15,09%
    Nach 45 Jahren: 2.695,50 Euro – 17,74%
    Nach 50 Jahren: 3.440,21 Euro – 20,93%
    Je früher mit der Investition angefangen wird und desto länger damit die Investition unberührt bleibt, desto stärker winken am Ende die Kapitalerträge. Wie gesagt: in vollster Kaufkraft. Zwar werden in vielen Fällen 50 Jahre unrealistisch sein, dennoch gibt es hier nun noch ein Unterbeispiel:

    • Da wir – beispielsweise im Alter von 30 mit diesem Investitionsbeispiel anfangen, so würden wir uns die ersten Erträge mit 65 wünschen. Okay?
      Also entnehmen wir nach 35 Jahren wieder unsere Investition. Monatlich 25 Euro. Wir könnten von den 1.654,80 Euro uns 5,5 Jahre 25 Euro auszahlen, bis ins Alter von 70.
      Da in 35 Jahren eher ein Renteneintritt mit 70+x erfolgen wird, rechnen wir kurzerhand das Beispiel mit dem Betrag von 40 Jahren:
      Mit 2.111,99 Euro ließen sich die 25 Euro monatlich über stolze 7 Jahre auszahlen. Bemerkenswert, oder? Mit kleinen 300 Euro zehren wir zwischen 4 und 7 Jahren, wenn wir älter sind.Fahren wir fort:
  • Beispiel 2:
    Im ersten Schritt werden über 10 Jahre 25 Euro im Monat angespart:
    Nach 10 Jahren hast Du also 3.000 Euro extra eingezahlt und die weitern Erträge kommen von „alleine“.
    Im 10. Jahr: 3.796,63 Euro
    Nach 15 Jahren: 4.845,57 Euro
    Nach 20 Jahren: 6.184,37 Euro
    Nach 25 Jahren: 7.892,93 Euro
    Nach 30 Jahren: 10.073,61 Euro
    Nach 35 Jahren: 12.856,76 Euro
    Nach 40 Jahren: 16.408,84 Euro
    Nach 45 Jahren: 20.942,31 Euro
    Nach 50 Jahren: 26.728,28 Euro
    Wie im ersten Beispiel hast Du mit 30 mit der Investition angefangen. Wenn Du wieder mit 65 beziehungsweise 70 Dir monatlich die 25 Euro auszahlen möchtest, könntest Du zwischen 42 und 54 Jahre davon zehren.
    Nehmen wir unter einer neuen Annahme an:
    Du lebst weitere 20 Jahre, so könntest Du dir zwischen 53 und 68 Euro im Monat auszahlen lassen.
    Attraktiv, oder?Jetzt kurz die Erläuterung, wenn Du 15 Jahre lang Geld einzahlst:
    Im 15. Jahr hat dein Vermögen den Wert von 6.503,26 Euro statt nur 4.500 (durch 15 Jahre *300 Euro).
    Wenn Du wieder mit 65 oder 70 die Auszahlung vornimmst, so könntest Du bereits über einen monatlichen Betrag von 71 bis 91 Euro verfügen. Obwohl Du „nur“ 25 Euro über 15 Jahre monatlich oder über 180 Monate eingezahlt hast.Bei 20 Jahren:
    Dein monatlicher Betrag würde auf 86 bis 110 Euro ansteigen.
    Du siehst: Durch den Zinseszins steigt mit der Zeit der Wert deines Vermögens durch die Einzahlungen mit an.
  • Beispiel 3:
    Als Grundstock für den Anfang wählte ich 5 Jahreseinzahlungen, also 1.500 Euro. In den weiteren Monaten kommen jeweils 25 Euro dazu:
    Durch die monatlichen Einzahlungen steigt nachhaltig das Grundvermögen an.
    Dadurch hättest Du nach 10 Jahren: 5.751,31 Euro,
    Nach 15 Jahren: 8.997,98 Euro
    Nach 20 Jahren: 13.141,64 Euro
    Nach 25 Jahren: 16.772,44 Euro
    Nach 30 Jahren: 21.406,35 Euro
    Nach 35 Jahren: 27.320,54 Euro
    Nach 40 Jahren: 34.868,70 Euro
    Nach 45 Jahren: 44.502,28 Euro
    Nach 50 Jahren: 56.797,44 EuroKlar! Was bringt es einem, wenn jemand im hohen Alter 30, 40 oder gar 50.000 Euro hätte? Wenig. Dennoch sollen die Beispiele aufzeigen: wer diszipliniert monatlich – selbst kleine Summen anspart, kann innerhalb der zweiten Hälfte des persönlichen Beruflebens eine ordentliche Aufstockung durch die private Vorsorge erreichen.
  • Beispiel 4:
    So! Du warst fleißig und hast gute 20 Jahre monatlich Geld eingezahlt. Ebenfalls möchtest Du nun nach 20 Jahren von deinem kleinen Vermögen leben. Wie sieht das Vermögen nach 20 Jahren durch Zinseszins und Co aus?
    Nach 20 Jahren hättest Du wie unter Beispiel 3 aufgezeigt ein Vermögen von 13.141,64 Euro angehäuft.
    Davon könntest Du dir über 43 Jahre lang 25 Euro monatlich auszahlen.
    Oder: Da die Zinsen/Dividenden Dir mehr als 600 Euro im Jahr liefern und Du nach 20 Jahren wahrscheinlich kein Jungspund mehr sein wirst, wird das Vermögen auf – beispielsweise 15 Jahre „verspeist“. Du könntest Dir so jährlich 1.266 Euro auszahlen. Damit würdest Du zu Ende des 15. Jahres nur noch 0,73 Euro an Vermögen vorweisen. Hättest den Rest genüsslich verspeist.

Ja! 25 Euro oder auch 1.266 Euro im Jahr sind auf den Monat gerechnet „nur“ 100 Euro. Doch das Beispiel zeigt: 25 Euro! Wenn das Startkapital höher ausfällt und/oder die monatlichen Einzahlungen – beispielsweise durch Lohnerhöhungen – anziehen, so ließe sich der Zielbetrag schneller erreichen.

10€Challenge – Robo Advisor

In der 10 Euro Challenge möchte Dich Finanu zu mehr Aktivismus bei der Geldanlage inspirieren und begeistern! Kern der 10 Euro Challenge ist die Veröffentlichung von sinnvollen Möglichkeiten bereits ab 10 Euro mehr mit seinen eigenen Finanzen zu unternehmen. Von Aktien über Indizes zu Immobilien und Startups. Für Alle ist etwas dabei.

Robo Advisor – Eine neue und gerade für junge Leute eine zeitersparende und preiswerte Möglichkeit bereits mit sehr geringen Beträgen ein kleines Vermögen aufzubauen und die persönliche finanzielle Disziplin zu fördern. Und ist Sparen nicht die deutsche Tugend schlechthin?

Wie Du bereits ab 10 Euro starten kannst?

Ganz einfach:

Achja! Sogar bereits ab 1 Euro!

Mit Growney!

Bei Growney kannst Du dich sogar bereits ab 1 Euro zum Aktionär krönen. Du erstellt mit wenigen Klicks online ein Growney Depot. Hierbei entscheidest Du, ob es eher mehr Anleihen oder tendentiell mehrheitlich aus Aktien bestehen soll. Nach dem Einzug der Lastschrift – ab 1 Euro! – startet dein Depot.
Einziges Manko: Du hast keine weiteren Aktionärsrechte wie etwa ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Aber mal ehrlich: Wer möchte bei einer 1 Euro Robo Advisor Beteiligung gleich das Stimmrecht dazu, wenn Du die Dividende und Kurssteigerungen bekommst (bekommen kannst)? Bemerkenswert: Erträge werden wieder reinvestiert. Smart!

Ein paar kurze Sätze noch zu Growney:

Growney ist ein deutsches Robo Advisory Startup. Arbeitet zusammen mit der Hamburger Privatbank SutorBank. Dein Geld wird ausschließlich in ETF investiert.

Mehr zu Robo Advisor und Growney findest Du in diesen Finanu-Artikeln:

 

Was ist der Cost-Average Effekt?

Der Cost-Average Effekt oder den Durchschnittspreiseffekt bekommst Du beim Kauf von ETF oder Fonds stärker zu spüren als beim Einzelkauf von Aktien.

Während beim einzelnen Kauf von Aktien oftmals zu höheren Preisen neue Anteile gekauft werden, so kaufst Du beispielsweise über Sparpläne in einem regelmäßigen Abstand Anteile. Sind die Kurse gestiegen, kaufst Du tendenziell weniger Anteile. Fallen die Kurse, so kaufst Du mehr Anteile.

Im Jahresschnitt gleichen sich beide extreme aus und Du erhälst einen harmonischen Durchschnittspreis.

Beispiel:

Du kauft monatlich für 50 Euro Anteile an einem Fonds/ETF

  1. Monat: 50 Euro, Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (1,00) = 50 Euro/ 50 Euro
  2. Monat: 50 Euro Kurspreis 45 Euro = 1,11 Anteile (2,11) = 94,95 Euro/ 100 Euro
  3. Monat: 50 Euro Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (3,11) = 155,5 Euro/ 150 Euro
  4. Monat: 50 Euro Kurspreis 55 Euro = 0,9 Anteile (4,01) = 220,55 Euro /200 Euro
  5. Monat: 50 Euro Kurspreis 60 Euro = 0,83 Anteile (4,84) = 290,40 Euro/ 250 Euro
  6. Monat: 50 Euro Kurspreis 55 Euro = 0,9 Anteile (5,71) = 314,05 Euro/ 300 Euro
  7. Monat 50 Euro Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (6,71) = 335,50 Euro/ 350 Euro
  8. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (7,96) = 318,40 Euro/ 400 Euro
  9. Monat: 50 Euro Kurspreus 45 Euro = 1,11 Anteile (9,07) = 408,15 Euro/ 450 Euro
  10. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (10,32) = 412,80 Euro/ 500 Euro
  11. Monat: 50 Euro Kurspreis 45 Euro = 1,11 Anteile  (11,43) = 514,35 Euro/ 550 Euro
  12. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (12,68) = 507,20 Euro/ 600 Euro

Anstatt bei einem hohen Kaufpreis einmalig wenige Anteile zu erhalten, hättest Du im folgenden Beispiel über 12 Monate 12,68 Anteile erhalten. Würde nun der Kurs ansteigen, beispielsweise auf 45 Euro, so hättest Du ohne neu Einzahlung einen Depotwert von 570,60 Euro und beim ursprünglichen Preis von 50 Euro (1. Monat) wären es sogar 634 Euro.

Aktuell hättest Du Anteile zu durchschnittlich 47,31 Euro gekauft. Ab 47,32 Euro würdest Du mit den aktuellen Anteilen im Plus liegen. Ebenso: während Du ursprünglich zu 50 Euro einen Anteil und bei durchgehend 50 Euro in 12 Monaten nur 12 Anteile kaufen könntest (600/12 = 50), hast Du durch die Glättung von hohen und niedrigen Preisen 0,68 Anteile mehr gekauft.

Langfristig ist ein Sparplan sinnvoll, da über den längeren Zeitraum sich der Durchschnitt weiter harmonisiert (im Vergleich zum unregelmäßigen Kaufen).

Frisch dabei? Diese Möglichkeiten hast Du:

Die Börse lässt sich gut mit einem Auto vergleichen.

An deinem Auto wird es hin und wieder notwendig sein, kleine Reparaturen vorzunehmen oder gegen den Verschleiß vorzugehen. Kleinere Aufgaben, wie beispielsweise der Austausch einer Glühbirne oder des Scheibenwischblattes wirst Du hinbekommen. Bei größeren Reparaturen sollte das Auto lieber in die Werkstatt, wo der Meister Dir die schwierige Arbeit abnimmt.

Was hat das mit den Börsen zu tun? Nunja: An der Börse gibt es Finanzprodukte, die für Dich perfekt sind. Für andere wiederum solltest Du dich sehr gut auskennen, Prozesse und Eigenheiten wissen.
Und: beim Auto kannst Du oftmals bestimmen, wer fährt. Willst Du wirklich nur danebensitzen und zuschauen oder doch lieber selber an das Steuer?

Dieser Artikel zeigt die für Dich passenden Möglichkeiten an der Börse auf.

  1. Anfänger
    Du bist neu auf dem Börsenparkett. Du bist noch verwundert, weshalb es so tierisch mit Bullen und Bären hier zugeht.

    • Robo Advisor
      • Robo Advisor sind digitale Vermögensverwalter welche automatisiert deine Geldanlage vornehmen. Du beantwortest ein paar Fragen und bekommst ein zugeschnittenes Portfolio angeboten. Dieses kannst Du noch anpassen und profitierst anschließend von niedrigen Gebühren, einer hohen Risikostreuung und hast zukünftig minimalsten Aufwand mit deiner Geldanlage!
    •  ETF
      • Diese Sonderform der nicht aktiv verwalteten Fonds eignet sich gut für Anfänger und Einsteiger. Du musst nach dem Kauf keine Anlageentscheidungen vollziehen, ebensowenig gibt es Fehler von Fondsmanager, da es bei ETF keine aktiven Manager gibt.
        ETF bilden einen Index ab, beispielsweise für Deutschland den DAX.
    • Fonds
      • Du bist bei den ETF nicht fündig geworden? Kein Problem! Dann sind wahrscheinlich eher Fonds etwas für Dich. Fonds werden aktiv verwaltet und investieren zum Beispiel in eine bestimmte Branche. Beispielsweise Technologie oder Umwelt.
        Du musst nach dem Kauf keine weiteren Anlageentscheidungen treffen. Diese übernimmt der Fondsmanager für Dich!
        Du kannst Dich zurücklehnen und dein Geld für Dich arbeiten lassen.
        Ebenso würde Finanu Dir aber empfehlen, regelmäßig die Börse zu verfolgen. Im Sinne eines lebenlangen Lernens wäre ein dazulernen der Abläufe der Börse und somit ein Aufstieg in den „Fortgeschritten“-Modus passend.
  2. Fortgeschritten
    Du konntest unter Umständen bereits eine erste Finanzkrise in deinem Depot erleben und weißt, das Rendite und Risiko Hand in Hand gehen. Daneben gehörst Du fast schon zu den alten Hasen.

    • Immobilien
      • Via Crowdinvesting kannst Du bequem vom Smartphone aus in verschiedenste Crowd-Immobilienprojekte investieren. Immobilien gelten häufig als Betongold. Doch in der Crowd ist eine Investition wie in der realen Welt nicht frei von Risiken. Lese Dir die Angaben auf den jeweiligen Crowdinvestingseiten durch.
    •  Aktien
      • Du studierst regelmäßig die Aktienkurse der Aktiengesellschaften. Ebenfalls sind Dir die Chancen und Risiken der jeweiligen AG bewusst.
    • Edelmetalle
      • wie Aktien, jedoch mit der Sicherheit, dass es keine Insolvenzen geben kann – bist Du als Fortgeschrittener Börsianer in der Lage, auch in Edelmetalle zu investieren. Entweder rein zur Absicherung oder als Investition.
    • Anleihen
      • wie bei Aktien blätterst Du fast täglich durch den Wirtschaftsteil der Zeitung. Den Herausgeber der Anleihe kennst Du und Dir sind auch hier die Chancen und Risiken der Unternehmung bewusst.
    • Zertifikate
      • Als fortgeschrittener Investor kennst Du womöglich die verschiedenen Zertifikatsarten. Solltest Du die verschiedenen Formen der Zertifikate nicht kennen, solltest Du dich hierzu informieren. Denn für jeden Basiswert gibt es zur jeweiligen Marktphase ein passenderes oder zeitweise ein unpassenderes Zertifikat – Je nachdem, ob der Basiswert eher einem Abwärtstrend, Seitwärtstrend oder Aufwärtstrend folgt (Siehe: Cap, Bonus, Discount..)
  3. Profis
    Du bist der Lionel Messi oder.. Nein, warte. Du bist der Christiano Ronaldo der Börse. Du knockst Anfänger und Fortgeschritten mit dem kleinen Finger aus. Apropos Knock-Out.. hier hätte ich schon etwas für Dich..

    • Erst einmal wirst Du wahrscheinlich einen Mix aus den bisherigen Finanzprodukten gewählt haben. Schließlich passen in die Profikategorie ETF wie auch Aktien hinein.
      Spezieller nun für Profis:
    • Startups
      • Was? Startups nur was für Profis? Jein. Jedoch solltest Du dir vor der Investition in Startups, beispielsweise über Seedrs, deutlich klarmachen, dass deine Investition Risikokapital darstellt. Das heißt: Deine Investition ist enormen Risiken ausgesetzt. In vielen Fällen haben Crowd-Investoren bei einer Insolvenz keinen Cent mehr gesehen. Investiere bitte nicht unüberlegt in Startups!
    • Knock-Out-Produkte.
      • bekannter als Knock-Out sind Schreibweisen wie ko oder k.o. und nichts anderes geschieht bei diesen Produkten, wenn diese eine Barriere antasten oder durchbrechen. Diese Unterkategorie der Optionsscheine verfallen dadurch und sind wertlos. Aber nicht nur hierdurch, sondern auch aufgrund der Möglichkeit auf fallende Kurse zu spekulieren, sollten Anfänger hier die Finger weglassen. Seitwärtstrends wie bei klassischen Optionsscheinen sind selten möglich.
    • Alternativ zu Knock-Out-Produkten gibt es die Optionsscheine.
      • Ebenfalls wie die oben genannten Produkte sind es Hebelprodukte. Das heißt, Du handelst mit einem Hebel. So investierst Du nur einen Bruchteil, während Du dir sozusagen durch den „Hebel“ Geld leihst.
        Beispiel: Du investierst 5 Euro und nutzt einen Hebel von 1 zu 20. Dadurch werden aus den 5 Euro eine investierte Summe von 100 Euro. Warum? So profitierst Du schneller von Kursentwicklungen. Gleichzeitig kannst Du aber auch deutlich mehr Geld verlieren, wenn sich der Kurs gegenläufig entwickelt.

        • Auch hier kannst Du auf fallende Kurse setzen oder diesmal auch auf den eines Seitwärtstrends.
        • Beachte: Als Anfänger und oftmals auch als fortgeschrittener Börsianer nicht nutzen.

Was ist der Cost-Average Effekt?

Der Cost-Average Effekt oder den Durchschnittspreiseffekt bekommst Du beim Kauf von ETF oder Fonds stärker zu spüren als beim Einzelkauf von Aktien.

Während beim einzelnen Kauf von Aktien oftmals zu höheren Preisen neue Anteile gekauft werden, so kaufst Du beispielsweise über Sparpläne in einem regelmäßigen Abstand Anteile. Sind die Kurse gestiegen, kaufst Du tendenziell weniger Anteile. Fallen die Kurse, so kaufst Du mehr Anteile.

Im Jahresschnitt gleichen sich beide extreme aus und Du erhälst einen harmonischen Durchschnittspreis.

Beispiel:

Du kauft monatlich für 50 Euro Anteile an einem Fonds/ETF

  1. Monat: 50 Euro, Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (1,00) = 50 Euro/ 50 Euro
  2. Monat: 50 Euro Kurspreis 45 Euro = 1,11 Anteile (2,11) = 94,95 Euro/ 100 Euro
  3. Monat: 50 Euro Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (3,11) = 155,5 Euro/ 150 Euro
  4. Monat: 50 Euro Kurspreis 55 Euro = 0,9 Anteile (4,01) = 220,55 Euro /200 Euro
  5. Monat: 50 Euro Kurspreis 60 Euro = 0,83 Anteile (4,84) = 290,40 Euro/ 250 Euro
  6. Monat: 50 Euro Kurspreis 55 Euro = 0,9 Anteile (5,71) = 314,05 Euro/ 300 Euro
  7. Monat 50 Euro Kurspreis 50 Euro = 1 Anteil (6,71) = 335,50 Euro/ 350 Euro
  8. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (7,96) = 318,40 Euro/ 400 Euro
  9. Monat: 50 Euro Kurspreus 45 Euro = 1,11 Anteile (9,07) = 408,15 Euro/ 450 Euro
  10. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (10,32) = 412,80 Euro/ 500 Euro
  11. Monat: 50 Euro Kurspreis 45 Euro = 1,11 Anteile  (11,43) = 514,35 Euro/ 550 Euro
  12. Monat: 50 Euro Kurspreis 40 Euro = 1,25 Anteile (12,68) = 507,20 Euro/ 600 Euro

Anstatt bei einem hohen Kaufpreis einmalig wenige Anteile zu erhalten, hättest Du im folgenden Beispiel über 12 Monate 12,68 Anteile erhalten. Würde nun der Kurs ansteigen, beispielsweise auf 45 Euro, so hättest Du ohne neu Einzahlung einen Depotwert von 570,60 Euro und beim ursprünglichen Preis von 50 Euro (1. Monat) wären es sogar 634 Euro.

Aktuell hättest Du Anteile zu durchschnittlich 47,31 Euro gekauft. Ab 47,32 Euro würdest Du mit den aktuellen Anteilen im Plus liegen. Ebenso: während Du ursprünglich zu 50 Euro einen Anteil und bei durchgehend 50 Euro in 12 Monaten nur 12 Anteile kaufen könntest (600/12 = 50), hast Du durch die Glättung von hohen und niedrigen Preisen 0,68 Anteile mehr gekauft.

Langfristig ist ein Sparplan sinnvoll, da über den längeren Zeitraum sich der Durchschnitt weiter harmonisiert (im Vergleich zum unregelmäßigen Kaufen).

Drei Zinseszins-Beispiele:

Im vorangegangenen Artikel zum Zinseszins wurden kurze Beispiele gebracht. Dieser Artikel greift erneut die Zinseszins-Thematik auf. Mit drei Beispielen, für den Alltag!

  • Beispiel 1:
    • Einmalanlage von monatlich 25 Euro. Wie entwickelt sich dieses Vermögen?
  • Beispiel 2:
    • monatliche Investition von 25 Euro, über die kommenden 10, 15, 20 Jahre.
  • Beispiel 3:
    • Einmalige Anlage zum Start sowie monatliche Einzahlungen.

Als Zinssatz, beispielsweise über Dividenden und Kurssteigerungen – da es Aktien, Anleihen, Rohstoffe als Investitionsmix sein sollen, wird 5 % angenommen. Dieser Zinssatz behält ebenfalls schon den Abzug der Inflation!

Übrigens kamen im Laufe der Zeit weitere Fragen auf. Wie könnten Kapitalerträge genutzt werden, um beispielsweise die „Rente“ aufzustocken. Deshalb gibt es jetzt Beispiel 4!

Beispiel 4 umfasst die Einzahlung über einen längeren Zeitraum, beispielsweise 25 Euro sowie die Auszahlung in den folgenden Jahren (21. Jahr, 22. Jahr).

Im ersten Startjahr wurde die Einzahlung nicht direkt vorgenommen, die ersten 300 Euro kamen jeweils zum 2. Jahr hinzu.

Daneben: Da der Zinseszins direkt auf den vorangegangenen Zins wirkt, zeitweise Zinsen über den jährlichen Zeitraum gezahlt werden (360 Banktage), Dividenden jedoch nur einmal im Jahr, verzerrt der „Zinseszins“ sich bei der Berechnung – angewandt auf die Reinvestition von den Dividenden der Aktien/ETF/etc.
Langfristig sind hier Sparbücher nur geringfügig im Vorteil. Hier zeige ich ein Beispiel mit der Reinvestition von Dividenden!

 

  • Beispiel 1:
    Kein komplexes Szenario. Du hast einmalig ein Jahr über 25 Euro zur Seite gelegt. Anschließend die Kapitalanlage sozusagen „vergessen“.
    Wie entwickelt der Zinseszins deine Investition? Und wie sieht die durchschnittliche jährliche Verzinsung aus?
    Nach 5 Jahren: 382,88 Euro – 5,53%
    Nach 10 Jahren: 488,66 Euro – 6,29%
    Nach 15 Jahren: 623,67 Euro – 7,19%
    Nach 20 Jahren: 795,98 Euro – 8,26%
    Nach 25 Jahren: 1.015,90 Euro – 9,54%
    Nach 30 Jahren: 1.296,58 Euro – 11,07%
    Nach 35 Jahren: 1.654,80 Euro – 12,90%
    Nach 40 Jahren: 2.111,99 Euro – 15,09%
    Nach 45 Jahren: 2.695,50 Euro – 17,74%
    Nach 50 Jahren: 3.440,21 Euro – 20,93%
    Je früher mit der Investition angefangen wird und desto länger damit die Investition unberührt bleibt, desto stärker winken am Ende die Kapitalerträge. Wie gesagt: in vollster Kaufkraft. Zwar werden in vielen Fällen 50 Jahre unrealistisch sein, dennoch gibt es hier nun noch ein Unterbeispiel:

    • Da wir – beispielsweise im Alter von 30 mit diesem Investitionsbeispiel anfangen, so würden wir uns die ersten Erträge mit 65 wünschen. Okay?
      Also entnehmen wir nach 35 Jahren wieder unsere Investition. Monatlich 25 Euro. Wir könnten von den 1.654,80 Euro uns 5,5 Jahre 25 Euro auszahlen, bis ins Alter von 70.
      Da in 35 Jahren eher ein Renteneintritt mit 70+x erfolgen wird, rechnen wir kurzerhand das Beispiel mit dem Betrag von 40 Jahren:
      Mit 2.111,99 Euro ließen sich die 25 Euro monatlich über stolze 7 Jahre auszahlen. Bemerkenswert, oder? Mit kleinen 300 Euro zehren wir zwischen 4 und 7 Jahren, wenn wir älter sind.Fahren wir fort:
  • Beispiel 2:
    Im ersten Schritt werden über 10 Jahre 25 Euro im Monat angespart:
    Nach 10 Jahren hast Du also 3.000 Euro extra eingezahlt und die weitern Erträge kommen von „alleine“.
    Im 10. Jahr: 3.796,63 Euro
    Nach 15 Jahren: 4.845,57 Euro
    Nach 20 Jahren: 6.184,37 Euro
    Nach 25 Jahren: 7.892,93 Euro
    Nach 30 Jahren: 10.073,61 Euro
    Nach 35 Jahren: 12.856,76 Euro
    Nach 40 Jahren: 16.408,84 Euro
    Nach 45 Jahren: 20.942,31 Euro
    Nach 50 Jahren: 26.728,28 Euro
    Wie im ersten Beispiel hast Du mit 30 mit der Investition angefangen. Wenn Du wieder mit 65 beziehungsweise 70 Dir monatlich die 25 Euro auszahlen möchtest, könntest Du zwischen 42 und 54 Jahre davon zehren.
    Nehmen wir unter einer neuen Annahme an:
    Du lebst weitere 20 Jahre, so könntest Du dir zwischen 53 und 68 Euro im Monat auszahlen lassen.
    Attraktiv, oder?Jetzt kurz die Erläuterung, wenn Du 15 Jahre lang Geld einzahlst:
    Im 15. Jahr hat dein Vermögen den Wert von 6.503,26 Euro statt nur 4.500 (durch 15 Jahre *300 Euro).
    Wenn Du wieder mit 65 oder 70 die Auszahlung vornimmst, so könntest Du bereits über einen monatlichen Betrag von 71 bis 91 Euro verfügen. Obwohl Du „nur“ 25 Euro über 15 Jahre monatlich oder über 180 Monate eingezahlt hast.Bei 20 Jahren:
    Dein monatlicher Betrag würde auf 86 bis 110 Euro ansteigen.
    Du siehst: Durch den Zinseszins steigt mit der Zeit der Wert deines Vermögens durch die Einzahlungen mit an.
  • Beispiel 3:
    Als Grundstock für den Anfang wählte ich 5 Jahreseinzahlungen, also 1.500 Euro. In den weiteren Monaten kommen jeweils 25 Euro dazu:
    Durch die monatlichen Einzahlungen steigt nachhaltig das Grundvermögen an.
    Dadurch hättest Du nach 10 Jahren: 5.751,31 Euro,
    Nach 15 Jahren: 8.997,98 Euro
    Nach 20 Jahren: 13.141,64 Euro
    Nach 25 Jahren: 16.772,44 Euro
    Nach 30 Jahren: 21.406,35 Euro
    Nach 35 Jahren: 27.320,54 Euro
    Nach 40 Jahren: 34.868,70 Euro
    Nach 45 Jahren: 44.502,28 Euro
    Nach 50 Jahren: 56.797,44 EuroKlar! Was bringt es einem, wenn jemand im hohen Alter 30, 40 oder gar 50.000 Euro hätte? Wenig. Dennoch sollen die Beispiele aufzeigen: wer diszipliniert monatlich – selbst kleine Summen anspart, kann innerhalb der zweiten Hälfte des persönlichen Beruflebens eine ordentliche Aufstockung durch die private Vorsorge erreichen.
  • Beispiel 4:
    So! Du warst fleißig und hast gute 20 Jahre monatlich Geld eingezahlt. Ebenfalls möchtest Du nun nach 20 Jahren von deinem kleinen Vermögen leben. Wie sieht das Vermögen nach 20 Jahren durch Zinseszins und Co aus?
    Nach 20 Jahren hättest Du wie unter Beispiel 3 aufgezeigt ein Vermögen von 13.141,64 Euro angehäuft.
    Davon könntest Du dir über 43 Jahre lang 25 Euro monatlich auszahlen.
    Oder: Da die Zinsen/Dividenden Dir mehr als 600 Euro im Jahr liefern und Du nach 20 Jahren wahrscheinlich kein Jungspund mehr sein wirst, wird das Vermögen auf – beispielsweise 15 Jahre „verspeist“. Du könntest Dir so jährlich 1.266 Euro auszahlen. Damit würdest Du zu Ende des 15. Jahres nur noch 0,73 Euro an Vermögen vorweisen. Hättest den Rest genüsslich verspeist.

Ja! 25 Euro oder auch 1.266 Euro im Jahr sind auf den Monat gerechnet „nur“ 100 Euro. Doch das Beispiel zeigt: 25 Euro! Wenn das Startkapital höher ausfällt und/oder die monatlichen Einzahlungen – beispielsweise durch Lohnerhöhungen – anziehen, so ließe sich der Zielbetrag schneller erreichen.

Wie Du von Apple profitierst:

Apple – jüngst in den Schlagzeilen, da der Konzern die 1 Billionen Dollar Marke als Börsenwert geknackt hat. Umgerechnet sind es etwa 860 Milliarden Euro.

Ob sich jüngere Apple-Nutzer an Lisa erinnern? Oder gar an Apple I und II? Eventuell ist der Macintosh ein Begriff. Bemerkenswert: Macintosh leitet sich von Wie Du von Apple profitierst: weiterlesen

Drei Zinseszins-Beispiele:

Im vorangegangenen Artikel zum Zinseszins wurden kurze Beispiele gebracht. Dieser Artikel greift erneut die Zinseszins-Thematik auf. Mit drei Beispielen, für den Alltag!

  • Beispiel 1:
    • Einmalanlage von monatlich 25 Euro. Wie entwickelt sich dieses Vermögen?
  • Beispiel 2:
    • monatliche Investition von 25 Euro, über die kommenden 10, 15, 20 Jahre.
  • Beispiel 3:
    • Einmalige Anlage zum Start sowie monatliche Einzahlungen.

Als Zinssatz, beispielsweise über Dividenden und Kurssteigerungen – da es Aktien, Anleihen, Rohstoffe als Investitionsmix sein sollen, wird 5 % angenommen. Dieser Zinssatz behält ebenfalls schon den Abzug der Inflation!

Übrigens kamen im Laufe der Zeit weitere Fragen auf. Wie könnten Kapitalerträge genutzt werden, um beispielsweise die „Rente“ aufzustocken. Deshalb gibt es jetzt Beispiel 4!

Beispiel 4 umfasst die Einzahlung über einen längeren Zeitraum, beispielsweise 25 Euro sowie die Auszahlung in den folgenden Jahren (21. Jahr, 22. Jahr).

Im ersten Startjahr wurde die Einzahlung nicht direkt vorgenommen, die ersten 300 Euro kamen jeweils zum 2. Jahr hinzu.

Daneben: Da der Zinseszins direkt auf den vorangegangenen Zins wirkt, zeitweise Zinsen über den jährlichen Zeitraum gezahlt werden (360 Banktage), Dividenden jedoch nur einmal im Jahr, verzerrt der „Zinseszins“ sich bei der Berechnung – angewandt auf die Reinvestition von den Dividenden der Aktien/ETF/etc.
Langfristig sind hier Sparbücher nur geringfügig im Vorteil. Hier zeige ich ein Beispiel mit der Reinvestition von Dividenden!

  • Beispiel 1:
    Kein komplexes Szenario. Du hast einmalig ein Jahr über 25 Euro zur Seite gelegt. Anschließend die Kapitalanlage sozusagen „vergessen“.
    Wie entwickelt der Zinseszins deine Investition? Und wie sieht die durchschnittliche jährliche Verzinsung aus?
    Nach 5 Jahren: 382,88 Euro – 5,53%
    Nach 10 Jahren: 488,66 Euro – 6,29%
    Nach 15 Jahren: 623,67 Euro – 7,19%
    Nach 20 Jahren: 795,98 Euro – 8,26%
    Nach 25 Jahren: 1.015,90 Euro – 9,54%
    Nach 30 Jahren: 1.296,58 Euro – 11,07%
    Nach 35 Jahren: 1.654,80 Euro – 12,90%
    Nach 40 Jahren: 2.111,99 Euro – 15,09%
    Nach 45 Jahren: 2.695,50 Euro – 17,74%
    Nach 50 Jahren: 3.440,21 Euro – 20,93%
    Je früher mit der Investition angefangen wird und desto länger damit die Investition unberührt bleibt, desto stärker winken am Ende die Kapitalerträge. Wie gesagt: in vollster Kaufkraft. Zwar werden in vielen Fällen 50 Jahre unrealistisch sein, dennoch gibt es hier nun noch ein Unterbeispiel:

    • Da wir – beispielsweise im Alter von 30 mit diesem Investitionsbeispiel anfangen, so würden wir uns die ersten Erträge mit 65 wünschen. Okay?
      Also entnehmen wir nach 35 Jahren wieder unsere Investition. Monatlich 25 Euro. Wir könnten von den 1.654,80 Euro uns 5,5 Jahre 25 Euro auszahlen, bis ins Alter von 70.
      Da in 35 Jahren eher ein Renteneintritt mit 70+x erfolgen wird, rechnen wir kurzerhand das Beispiel mit dem Betrag von 40 Jahren:
      Mit 2.111,99 Euro ließen sich die 25 Euro monatlich über stolze 7 Jahre auszahlen. Bemerkenswert, oder? Mit kleinen 300 Euro zehren wir zwischen 4 und 7 Jahren, wenn wir älter sind.Fahren wir fort:
  • Beispiel 2:
    Im ersten Schritt werden über 10 Jahre 25 Euro im Monat angespart:
    Nach 10 Jahren hast Du also 3.000 Euro extra eingezahlt und die weitern Erträge kommen von „alleine“.
    Im 10. Jahr: 3.796,63 Euro
    Nach 15 Jahren: 4.845,57 Euro
    Nach 20 Jahren: 6.184,37 Euro
    Nach 25 Jahren: 7.892,93 Euro
    Nach 30 Jahren: 10.073,61 Euro
    Nach 35 Jahren: 12.856,76 Euro
    Nach 40 Jahren: 16.408,84 Euro
    Nach 45 Jahren: 20.942,31 Euro
    Nach 50 Jahren: 26.728,28 Euro
    Wie im ersten Beispiel hast Du mit 30 mit der Investition angefangen. Wenn Du wieder mit 65 beziehungsweise 70 Dir monatlich die 25 Euro auszahlen möchtest, könntest Du zwischen 42 und 54 Jahre davon zehren.
    Nehmen wir unter einer neuen Annahme an:
    Du lebst weitere 20 Jahre, so könntest Du dir zwischen 53 und 68 Euro im Monat auszahlen lassen.
    Attraktiv, oder?Jetzt kurz die Erläuterung, wenn Du 15 Jahre lang Geld einzahlst:
    Im 15. Jahr hat dein Vermögen den Wert von 6.503,26 Euro statt nur 4.500 (durch 15 Jahre *300 Euro).
    Wenn Du wieder mit 65 oder 70 die Auszahlung vornimmst, so könntest Du bereits über einen monatlichen Betrag von 71 bis 91 Euro verfügen. Obwohl Du „nur“ 25 Euro über 15 Jahre monatlich oder über 180 Monate eingezahlt hast.Bei 20 Jahren:
    Dein monatlicher Betrag würde auf 86 bis 110 Euro ansteigen.
    Du siehst: Durch den Zinseszins steigt mit der Zeit der Wert deines Vermögens durch die Einzahlungen mit an.
  • Beispiel 3:
    Als Grundstock für den Anfang wählte ich 5 Jahreseinzahlungen, also 1.500 Euro. In den weiteren Monaten kommen jeweils 25 Euro dazu:
    Durch die monatlichen Einzahlungen steigt nachhaltig das Grundvermögen an.
    Dadurch hättest Du nach 10 Jahren: 5.751,31 Euro,
    Nach 15 Jahren: 8.997,98 Euro
    Nach 20 Jahren: 13.141,64 Euro
    Nach 25 Jahren: 16.772,44 Euro
    Nach 30 Jahren: 21.406,35 Euro
    Nach 35 Jahren: 27.320,54 Euro
    Nach 40 Jahren: 34.868,70 Euro
    Nach 45 Jahren: 44.502,28 Euro
    Nach 50 Jahren: 56.797,44 EuroKlar! Was bringt es einem, wenn jemand im hohen Alter 30, 40 oder gar 50.000 Euro hätte? Wenig. Dennoch sollen die Beispiele aufzeigen: wer diszipliniert monatlich – selbst kleine Summen anspart, kann innerhalb der zweiten Hälfte des persönlichen Beruflebens eine ordentliche Aufstockung durch die private Vorsorge erreichen.
  • Beispiel 4:
    So! Du warst fleißig und hast gute 20 Jahre monatlich Geld eingezahlt. Ebenfalls möchtest Du nun nach 20 Jahren von deinem kleinen Vermögen leben. Wie sieht das Vermögen nach 20 Jahren durch Zinseszins und Co aus?
    Nach 20 Jahren hättest Du wie unter Beispiel 3 aufgezeigt ein Vermögen von 13.141,64 Euro angehäuft.
    Davon könntest Du dir über 43 Jahre lang 25 Euro monatlich auszahlen.
    Oder: Da die Zinsen/Dividenden Dir mehr als 600 Euro im Jahr liefern und Du nach 20 Jahren wahrscheinlich kein Jungspund mehr sein wirst, wird das Vermögen auf – beispielsweise 15 Jahre „verspeist“. Du könntest Dir so jährlich 1.266 Euro auszahlen. Damit würdest Du zu Ende des 15. Jahres nur noch 0,73 Euro an Vermögen vorweisen. Hättest den Rest genüsslich verspeist.

Ja! 25 Euro oder auch 1.266 Euro im Jahr sind auf den Monat gerechnet „nur“ 100 Euro. Doch das Beispiel zeigt: 25 Euro! Wenn das Startkapital höher ausfällt und/oder die monatlichen Einzahlungen – beispielsweise durch Lohnerhöhungen – anziehen, so ließe sich der Zielbetrag schneller erreichen.

Frisch dabei? Diese Möglichkeiten hast Du:

Die Börse lässt sich gut mit einem Auto vergleichen.

An deinem Auto wird es hin und wieder notwendig sein, kleine Reparaturen vorzunehmen oder gegen den Verschleiß vorzugehen. Kleinere Aufgaben, wie beispielsweise der Austausch einer Glühbirne oder des Scheibenwischblattes wirst Du hinbekommen. Bei größeren Reparaturen sollte das Auto lieber in die Werkstatt, wo der Meister Dir die schwierige Arbeit abnimmt.

Was hat das mit den Börsen zu tun? Nunja: An der Börse gibt es Finanzprodukte, die für Dich perfekt sind. Für andere wiederum solltest Du dich sehr gut auskennen, Prozesse und Eigenheiten wissen.
Und: beim Auto kannst Du oftmals bestimmen, wer fährt. Willst Du wirklich nur danebensitzen und zuschauen oder doch lieber selber an das Steuer?

Dieser Artikel zeigt die für Dich passenden Möglichkeiten an der Börse auf.

  1. Anfänger
    Du bist neu auf dem Börsenparkett. Du bist noch verwundert, weshalb es so tierisch mit Bullen und Bären hier zugeht.

    • Robo Advisor
      • Robo Advisor sind digitale Vermögensverwalter welche automatisiert deine Geldanlage vornehmen. Du beantwortest ein paar Fragen und bekommst ein zugeschnittenes Portfolio angeboten. Dieses kannst Du noch anpassen und profitierst anschließend von niedrigen Gebühren, einer hohen Risikostreuung und hast zukünftig minimalsten Aufwand mit deiner Geldanlage!
    •  ETF
      • Diese Sonderform der nicht aktiv verwalteten Fonds eignet sich gut für Anfänger und Einsteiger. Du musst nach dem Kauf keine Anlageentscheidungen vollziehen, ebensowenig gibt es Fehler von Fondsmanager, da es bei ETF keine aktiven Manager gibt.
        ETF bilden einen Index ab, beispielsweise für Deutschland den DAX.
    • Fonds
      • Du bist bei den ETF nicht fündig geworden? Kein Problem! Dann sind wahrscheinlich eher Fonds etwas für Dich. Fonds werden aktiv verwaltet und investieren zum Beispiel in eine bestimmte Branche. Beispielsweise Technologie oder Umwelt.
        Du musst nach dem Kauf keine weiteren Anlageentscheidungen treffen. Diese übernimmt der Fondsmanager für Dich!
        Du kannst Dich zurücklehnen und dein Geld für Dich arbeiten lassen.
        Ebenso würde Finanu Dir aber empfehlen, regelmäßig die Börse zu verfolgen. Im Sinne eines lebenlangen Lernens wäre ein dazulernen der Abläufe der Börse und somit ein Aufstieg in den „Fortgeschritten“-Modus passend.
  2. Fortgeschritten
    Du konntest unter Umständen bereits eine erste Finanzkrise in deinem Depot erleben und weißt, das Rendite und Risiko Hand in Hand gehen. Daneben gehörst Du fast schon zu den alten Hasen.

    • Immobilien
      • Via Crowdinvesting kannst Du bequem vom Smartphone aus in verschiedenste Crowd-Immobilienprojekte investieren. Immobilien gelten häufig als Betongold. Doch in der Crowd ist eine Investition wie in der realen Welt nicht frei von Risiken. Lese Dir die Angaben auf den jeweiligen Crowdinvestingseiten durch.
    •  Aktien
      • Du studierst regelmäßig die Aktienkurse der Aktiengesellschaften. Ebenfalls sind Dir die Chancen und Risiken der jeweiligen AG bewusst.
    • Edelmetalle
      • wie Aktien, jedoch mit der Sicherheit, dass es keine Insolvenzen geben kann – bist Du als Fortgeschrittener Börsianer in der Lage, auch in Edelmetalle zu investieren. Entweder rein zur Absicherung oder als Investition.
    • Anleihen
      • wie bei Aktien blätterst Du fast täglich durch den Wirtschaftsteil der Zeitung. Den Herausgeber der Anleihe kennst Du und Dir sind auch hier die Chancen und Risiken der Unternehmung bewusst.
    • Zertifikate
      • Als fortgeschrittener Investor kennst Du womöglich die verschiedenen Zertifikatsarten. Solltest Du die verschiedenen Formen der Zertifikate nicht kennen, solltest Du dich hierzu informieren. Denn für jeden Basiswert gibt es zur jeweiligen Marktphase ein passenderes oder zeitweise ein unpassenderes Zertifikat – Je nachdem, ob der Basiswert eher einem Abwärtstrend, Seitwärtstrend oder Aufwärtstrend folgt (Siehe: Cap, Bonus, Discount..)
  3. Profis
    Du bist der Lionel Messi oder.. Nein, warte. Du bist der Christiano Ronaldo der Börse. Du knockst Anfänger und Fortgeschritten mit dem kleinen Finger aus. Apropos Knock-Out.. hier hätte ich schon etwas für Dich..

    • Erst einmal wirst Du wahrscheinlich einen Mix aus den bisherigen Finanzprodukten gewählt haben. Schließlich passen in die Profikategorie ETF wie auch Aktien hinein.
      Spezieller nun für Profis:
    • Startups
      • Was? Startups nur was für Profis? Jein. Jedoch solltest Du dir vor der Investition in Startups, beispielsweise über Seedrs, deutlich klarmachen, dass deine Investition Risikokapital darstellt. Das heißt: Deine Investition ist enormen Risiken ausgesetzt. In vielen Fällen haben Crowd-Investoren bei einer Insolvenz keinen Cent mehr gesehen. Investiere bitte nicht unüberlegt in Startups!
    • Knock-Out-Produkte.
      • bekannter als Knock-Out sind Schreibweisen wie ko oder k.o. und nichts anderes geschieht bei diesen Produkten, wenn diese eine Barriere antasten oder durchbrechen. Diese Unterkategorie der Optionsscheine verfallen dadurch und sind wertlos. Aber nicht nur hierdurch, sondern auch aufgrund der Möglichkeit auf fallende Kurse zu spekulieren, sollten Anfänger hier die Finger weglassen. Seitwärtstrends wie bei klassischen Optionsscheinen sind selten möglich.
    • Alternativ zu Knock-Out-Produkten gibt es die Optionsscheine.
      • Ebenfalls wie die oben genannten Produkte sind es Hebelprodukte. Das heißt, Du handelst mit einem Hebel. So investierst Du nur einen Bruchteil, während Du dir sozusagen durch den „Hebel“ Geld leihst.
        Beispiel: Du investierst 5 Euro und nutzt einen Hebel von 1 zu 20. Dadurch werden aus den 5 Euro eine investierte Summe von 100 Euro. Warum? So profitierst Du schneller von Kursentwicklungen. Gleichzeitig kannst Du aber auch deutlich mehr Geld verlieren, wenn sich der Kurs gegenläufig entwickelt.

        • Auch hier kannst Du auf fallende Kurse setzen oder diesmal auch auf den eines Seitwärtstrends.
        • Beachte: Als Anfänger und oftmals auch als fortgeschrittener Börsianer nicht nutzen.